Suche nach Publikationen
  •  

Monatsheft 4/2012

Bevölkerungsdynamik und Wanderungen in der Stadtregion Stuttgart - Von der Sub- zur Reurbanisierung? Immer mehr 18- bis 30-Jährige aus dem weiteren Umland wollen in Stuttgart wohnen. "Bevölkerungsdynamik und Wanderungen in der Stadtregion Stuttgart" lautet das Schwerpunktthema. "Mit diesemBeitrag wird erstmals auf eine ebenso neue wie bemerkenswerte Veränderung der Einwohnerentwicklung in der Kernstadt Stuttgart und im Umland hingewiesen, die als eine grundlegende Veränderung der Wanderungsmuster der letzten Jahrzehnte bewertet werden muss", sagt der Leiter des Statistischen Amtes Thomas Schwarz. "Allerdings werden die aktuell zu beobachtenden Wanderungsgewinne Stuttgarts bei jungen Erwachsenen mit fortschreitendem Alter im Umland wohl nachlassen und sind nicht als genereller, langfristiger Trend zu interpretieren." Entwicklung seit Mitte des 20. Jahrhunderts Ausgangspunkt der demographischen Analyse von Dr. Ansgar Schmitz-Veltin, Leiter des Sachgebiets Bevölkerung im Statistischen Amt, ist die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war in Stuttgart ebenso wie in anderen Städten vor allem durch Bevölkerungsverluste geprägt. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerung vor allem in den Umlandgemeinden im Umkreis von 20 bis 30 Kilometer um Stuttgart. Im Lauf der 80er-Jahre verlagerte sich der Wachstumsschwerpunkt zunehmend auf entfernert liegende Gemeinden im Umkreis von 30 bis 50 Kilometer. Insbesondere junge Paare und Familien mit mittleren und höheren Einkommen zogen aus der Kernstadt Stuttgart weg. Mit der individuellen Motorisierung, dem Ausbau der Verkehrswege und in Folge des ausgeprägten Wunsches nach Eigentum im Grünen entstanden vor allem in den Umlandgemeinden ausgedehnte Neubaugebiete. Grundsätzliche Veränderungen Seit dem Jahr 2000 haben sich die Muster der Bevölkerungsentwicklung grundsätzlich geändert. Die Einwohnerzunahme in der Region hat sich durch den demografischen Wandel abgeschwächt. Die deutlichsten Einwohnerzuwächse werden nicht mehr in den Gemeinden des mittleren und weiteren Umlands, sondern in den unmittelbar an die Stadt angrenzenden Gemeinden und den äußeren Stadtbezirken beobachtet. Aber auch in der Innenstadt nehmen die Einwohnerzahlen wieder zu. Je weiter eine Gemeinde von Stuttgart entfernt liegt, desto höher ist der Wanderungsverlust gegenüber der Kernstadt. Dieser Zusammenhang gilt mit wenigen Ausnahmen für alle Altersgruppen in den Jahren zwischen 1990 und 2010. Klassische Wanderungsmuster zeigen sich nach wie vor recht stabil: Familien mit Kinder und Senioren ziehen häufiger von der Kernstadt in das Umland als umgekehrt. Junge Erwachsene zieht es eher in die Stadt. Stärkste Zuwanderung aus dem weiteren Umland Dies wird bei den 18- bis unter 30-Jährigen am deutlichsten. Die Zahl der Einwohner dieser Altergruppe hat sich in Stuttgart deutlich erhöht. Die stärkste Zuwanderung erfolgt auch hier aus Gemeinden des weiteren Umlands. Da diese Gemeinden in den vorangegangenen Jahrzehnten besonders stark von Einwohnerzuwächsen profitierten, leben hier heute besonders viele Jugendliche und junge Erwachsene, die nun bevorzugt in die Kernstadt Stuttgart ziehen. Ihr Anteil in den Umlandgemeinden wird also in Zukunft deutlich zurückgehen.

Monatsheft der Schriftenreihe "Statistik und Informationsmanagement", gedruckt A4 broschürt

Erschienen im April 2012

Produktnummer 9356

Vorschau laden

Umfang

31 Seiten

Adresse

Statistisches Amt

Beiträge zum Produkt

Titel Preis
Bevölkerungsdynamik und Wanderungen in der Stadtregion Stuttgart 2010 - Von der Sub- zur Reurbanisierung? -
1980 bis 2011 in Stuttgart starker Anstieg der Körperverletzungsdelikte -
Die Einwohnerentwicklung Stuttgarts im Jahr 2011 -
Die Luftqualität im Wohnumfeld aus der Sicht der Bürger -
Stuttgarter Zahlenspiegel 1995 bis 2015 -