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Monatsheft 10/2012

Religionszugehörigkeit und Religiosität in Stuttgart. Entwicklung der ethnischen und generativen Segregation in der Landeshauptstadt Stuttgart. "Mittelfristig muss mit einer weiteren Entkirchlichung in Stuttgart gerechnet werden", lautet das Ergebnis einer Studie des Statistischen Amtes, die die Religionszugehörigkeit und Religiosität in der Stadt näher untersucht hat. Einem "religiösen Fünftel" - sechs Prozent der Befragten bezeichneten sich als "sehr religiös", 13 Prozent als "ziemlich religiös" - stehen mehr als doppelt so viele Befragte (45 Prozent) entgegen, die sich als "gar nicht religiös" oder "weniger religiös" bezeichnen. Allerdings gibt es starke Differenzen zwischen den Glaubensgemeinschaften. Die Studie "Religionszugehörigkeit und Religiosität in Stuttgart. Ergebnisse der Lebensstilbefragung in Stuttgart 2008" wurde im Monatsheft 10 des Statistischen Amtes veröffentlicht. Welche Bedeutung hat Religion? "Es ist von Bedeutung zu wissen, welche Werte eine Stadtgesellschaft hat und was der "Kitt" ist, der diese zusammenhält. Dabei spielt die Bedeutung des Nachdenkens über religiöse Themen bis hin zur Religionsausübung eine wichtige Rolle", sagt Thomas Schwarz, Leiter des Statistischen Amtes. Setzt sich der Trend fort? Eine Betrachtung des Themas ist von grundsätzlichem Interesse: "Vor dem Hintergrund des demografischen und gesellschaftlichen Wandels, der die beiden großen Volkskirchen besonders hart trifft, kann die Frage nach der Bedeutung der Religiosität auch Aufschluss darüber geben, ob sich die Entkirchlichung in unserer Stadtgesellschaft weiter fortsetzen wird", so die Autoren Joachim Eicken und Birgit Lott. Auffällig ist ein Ergebnis des "Religiositätsbarometers", an dem die religiösen Einstellungen an einer Zahl ablesbar sind: Während bei Bürgern christlichen Glaubens die Religiosität tendenziell bei Älteren höher ist als bei Jüngeren, verhält es sich bei "nichtchristlichen Religionsgemeinschaften" deutlich anders. Dort ist die Religiosität der 18- bis 30-Jährigen über doppelt so hoch wie bei den über 65-Jährigen. Wer wohnt wo? Der zweite Hauptbeitrag "Eine neue Geographie der Segregation?" dient ebenfalls der Beobachtung der sozialen Entwicklung der Stadt. Es geht um folgende Fragen: "Wo wohnen Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft in der Stadt, wie gleichmäßig oder segregiert sind diese verteilt über die städtischen Teilgebiete mit Blick auf die ökonomische, soziale und kulturelle Integration von Minderheiten? Gibt es Verdrängungsprozesse von bestimmten sozialen Gruppen aus Stadtteilen und Quartieren?" Als Ergebnisse halten die Autoren der Untersuchung, Professor Dr. Stefan Siedentop und Stefan Fina von der Universität Stuttgart, fest: "Es gibt eine eindeutige Tendenz zur "Verjüngung" und stärkeren Durchmischung der Innenstadt, begleitet von der Ausbildung von Konzentrationszonen für bestimmte Minoritäten außerhalb der Innenstadt. Gleichzeitig kommt es zu einem Verdrängungsprozess weniger zahlungskräftiger Haushalte aus der Innenstadt in günstigere Wohnlagen in den Subzentren, vor allem im Norden der Stadt. Haushalte mit Migrationshintergrund sind von dieser Entwicklung zweifelsohne überdurchschnittlich betroffen."

Monatsheft der Schriftenreihe "Statistik und Informationsmanagement", gedruckt A4 broschürt

Erschienen im Oktober 2012

Produktnummer 9561

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Umfang

32 Seiten

Adresse

Statistisches Amt

Beiträge zum Produkt

Titel Preis
Eine neue Geographie der Segregation? - Entwicklung der ethnischen und generativen Segregation in der Landeshauptstadt Stuttgart 2010 -
Religionszugehörigkeit und Religiosität in Stuttgart - Ergebnisse der Lebensstilbefragung in Stuttgart 2008 -
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