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Nahversorgung konkret - Handlungskonzepte für Stadtteile und Stadtquartiere ohne Lebensmittelversorgung

Nahversorgung konkret - Handlungskonzepte für Stadtteile und Stadtquartiere ohne Lebensmittelversorgung

Die Stadt hat mit Unterstützung der CIMA Beratung + Management GmbH und der Unternehmensberatung Handel e. V. Handlungskonzepte zur Aufrechterhaltung bzw. Entwicklung von Angeboten zur wohnungsnahen Lebensmittelversorgung exemplarisch an 12 nicht-versorgten bzw. unterversorgten Standorten erarbeitet. Hierzu gehört auch die Untersuchung über die wirtschaftliche Tragfähigkeit von konkreten Standorten. Der Schwerpunkt der Handlungsempfehlungen liegt auf alternative Versorgungs- und Nischenkonzepten, mit denen eine Verbesserung der Grundver-sorgung erreicht werden kann.

130.000 Einwohner der LHS sind ohne fußläufige Nahversorgung, d. h. sie wohnen außerhalb eines durch einen Lebensmittelbetrieb nahversorgten Bereichs (500 m-Radius). Ein fußläufig erreichbarer Lebensmittel-Einzelhandel ist jedoch Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.

Untersuchungsergebnis
  • Die Defiziträume sind für den herkömmlichen großflächigen Einzelhandel in der Regel zu klein.
  • Auch für den kleinflächigen Einzelhandel ist vielfach kein Flächenpotenzial vorhanden.
  • In einigen Defiziträumen bestehen Obst- und Gemüsegeschäfte mit ergänzendem Angebot an Trockenlebensmitteln. Sie besitzen teilweise nur eine begrenzte Wirtschaftlichkeit.
  • Diese Angebote gilt es durch Beratung der Betriebsinhaber und durch Bekanntmachung u.a. bei Neubürgern zu stärken.
  • Das kommunale Beschäftigungsprogramm Nahversorgung hat u.a. für die SbR (Bonus-Märkte) eine wirksame Perspektive erzeugt.
  • Die SbR hätte Interesse in zwei Defiziträumen einen kleinflächigen Bonus-Markt (100-150 m² Verkaufsfläche) zu eröffnen.
  • Kleinflächige Bonus-Märkte (100-150 m² Verkaufsfläche) verlangen zusätzlich je nach Lage und Vornutzung einen Einrichtungszuschuss.
  • Die konzipierten Stadtteilcafés mit Bestellmöglichkeit für Lebensmittel (CAP)  benötigten noch Entwicklungszeit.
  • Mobile Angebote des Lebensmitteleinzelhandels können im Einzelfall eine Lösung sein.

Für die (Teil-)Umsetzung der vorgeschlagenen Handlungsempfehlungen hat der Gemeinderat 130.000 € für den Doppelhaushalt 2016/17 bewilligt.

Autor/Autorin

CIMA Beratung + Management GmbH

Herausgeber

Stadt Stuttgart

Publikationsart

Broschüre

Weitere Informationen


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