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Monatsheft 4/2016

Das Statistische Amt hat anhand einer Studie der IHK Region Stuttgart aus dem Jahr 2015 die wirtschaftliche Stellung des Einzelhandels in Stuttgart und der Region analysiert. Dabei sind Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Bundes und der Länder eingeflossen, die die Nettoeinkünfte der Bevölkerung erheben. Auf dieser Basis und unter Hinzuziehung von Einkommens- und Verbraucherstichproben wird die Kaufkraft berechnet, die als Teil des Verfügbaren Einkommens im Einzelhandel, einschließlich dem Online- und Versandhandel, ausgegeben wird. In Stuttgart lag die einzelhandelsrelevante Kaufkraft vergangenes Jahr bei 7103 Euro je Einwohner und damit über dem Bundesdurchschnitt von 6459 Euro und dem Landesdurchschnitt von 6725 Euro. In den übrigen fünf Landkreisen der Region Stuttgart liegt die Kaufkraft mit 6612 Euro nur im Landkreis Göppingen unter dem Landesdurchschnitt. Der Stuttgarter Pro-Kopf-Wert wird vom Landkreis Böblingen mit 7184 Euro übertroffen. Die Landeshauptstadt weist damit innerhalb der Kreise der Region die zweithöchste einzelhandelsrelevante Kaufkraft je Einwohner auf. Hoher Einzelhandelsumsatz Beim Einzelhandelsumsatz je Einwohner liegt die Landeshauptstadt unter den Kreisen der Region eindeutig vorne, mit 4,7 Milliarden Euro sowohl absolut, als auch mit 7722 Euro pro Einwohner bei der Pro-Kopf-Betrachtung. Unter den Städten über 10.000 Einwohner in der Region belegt Stuttgart Rang 10. Backnang, Sindelfingen und Ludwigsburg, Städte mit großflächigen Einkaufszentren und Fachmärkten, führen die Rangfolge an. Aus dem Einzelhandelsumsatz und der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft lässt sich die "Zentralitätskennziffer" berechnen, die anzeigt, in welchem Maße in einem Gebiet Kaufkraft gebunden wird. Die Zentralitätskennziffer (normiert am Bundesdurchschnitt) der Landeshauptstadt ist mit Abstand die höchste unter den sechs Kreisen der Region. Die deutlich überdurchschnittliche einzelhandelsbezogene Zentralitätskennziffer Stuttgarts wird auch getragen durch einen sehr hohen Einpendlerüberschuss, da die Berufspendler nicht selten auch Einkäufe am Arbeitsort in der Mittagspause oder nach der Arbeit tätigen. Unter den Städten der Region mit über 10.000 Einwohner liegt Stuttgart wiederum auf Rang 10; die Rangliste führen Backnang, Göppingen, Sindelfingen, Ludwigsburg, Geislingen und Böblingen an. Weiteres Thema ist der deutliche Anstieg der Zahl von Kindern und jungen Erwachsenen in Stuttgart innerhalb der letzten Dekade. So ist die Zahl der Kinder unter sechs Jahren in der Landeshauptstadt seit 2005 um 33.000 oder um 10 Prozent gestiegen und die Zahl der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahre sogar um 110.000 oder um knapp 20 Prozent. Ein zweiter Kurzbericht des Monatshefts beleuchtet die Entwicklung des Elterngeldbezuges in Stuttgart. Hier zeigt sich vor allem eine starke Zunahme der Väter als Bezieher von Elterngeld: vier von fünf Vätern in Stuttgart bezogen 2013 (aktuellste Datenbasis) Elterngeld.

Monatsheft der Schriftenreihe "Statistik und Informationsmanagement", gedruckt A4 broschürt

Erschienen im April 2016

Produktnummer 11214

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Umfang

22 Seiten

Adresse

Statistisches Amt

Beiträge zum Produkt

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