Otto Herbert Hajek: Durchbrochene Fläche im Raum, 1955/Durchbrochene Fläche, 1955

Die beiden Arbeiten Durchbrochene Fläche im Raum und Durchbrochene Fläche bedeuteten einen Wendepunkt in Hajeks Schaffen. Mit der Skulptur Durchbrochene Fläche im Raum schuf Hajek 1955 die erste abstrakte Außenplastik, die in Stuttgart im öffentlichen Raum aufgestellt wurde. Sie war darüber hinaus eine der ersten abstrakten Plastiken dieser Größe in Deutschland.

Durchbrochene Fläche im Raum

Der flache Körper der Plastik ist von vier länglich ovalen Öffnungen durchbrochen, die Durchblicke erlauben. Durch vertikale Einschnitte oben und unten sind drei, wie gestisch nach oben gereckte Arme, und drei, die Plastik tragende Beine, ausgebildet. Die abstrakte Formensprache lässt dennoch etwas Organisches erahnen, ein Figurenpaar oder einen Baum.

Die Oberfläche der Gusseisen-Skulptur ist auf zweierlei Art strukturiert: Die linke Seite weist kleine erhabene, sich lebendig kreuzende Stäbchen auf, die rechte Seite ist von kräftigen, vertikal verlaufenden Furchen durchzogen und wirkt wie die Rinde eines Baumes.


Hajek bezieht sich mit der Gestaltung seiner Plastik Durchbrochene Fläche im Raum auf die innovative Sichtbeton-Fassade der Liederhalle. Unzählige kleine Kastenfenster - mal als Festverglasung, mal als Öffnungsflügel - beleben die Wand des Beethovensaals zur Büchsenstraße hin.

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Otto Herbert Hajek: Durchbrochene Fläche im Raum ©Wolfram Janzer

Durchbrochene Fläche

Das Wandrelief Durchbrochene Fläche am Künstlereingang an der Schloßstraße nimmt formale Elemente der Raumplastik auf und variiert sie. Die Fläche des Reliefs ist nicht nur durch sieben horizontal ausgerichtete Öffnungen durchbrochen, sondern nun ringsherum durch unregelmäßige Einschnitte und Auskerbungen in ihrer Silhouette geöffnet.

Technische Daten
Künstler Otto Herbert Hajek
Titel Durchbrochene Fläche im Raum
Jahr 1955
Material Gusseisen ohne Rostschutz
Maße 3,60 x 1,80 x 0,60 m
Standort Liederhalle Stuttgart, Schloßstraße, Künstlereingang
Eigentümer Stadt Stuttgart