Otto Herbert Hajek: Stadtzeichen Stuttgart, 1969/1974
In den 1960er Jahren entwickelte Otto Herbert Hajek sein Konzept der "Raumschichtungen" weiter und fand zu den "Farbwegen". Sie gelten als übergreifende Raumdisziplin zwischen Bildender Kunst und Architektur und beziehen die Straßen- und Gehwegfläche ein. Die Skulptur
Stadtzeichen entstammt einem umfassenden Projekt zur künstlerischen Gestaltung des urbanen Raums. Sie stand ursprünglich an prominenter Stelle auf dem Kleinen Schlossplatz und wurde 2005 nach der Restaurierung an ihrem neuen Standort auf der Fußgängerinsel der Theodor-Heuss-Straße aufgestellt.
Beschreibung
Im Rahmen der Ausstellung "Platzmal" überzog Otto Herbert Hajek 1969 den kleinen Schlossplatz in Stuttgart mit großen monochromen Farbstreifen in Rot, Gelb und Blau. In diese "Farblandschaft" hinein wurden Plastiken gestellt, unter anderem das Stuttgarter Stadtzeichen, das ursprünglich noch als bemalte Holzplastik ausgeführt war.
In einer zweiten, größeren Fassung von 1974 schuf Hajek das Stuttgarter Stadtzeichen in Stahl, welches in Aufbau und Farbgebung nur zum Teil mit der Plastik von 1969 übereinstimmte.
Diese zweite Version des Stadtzeichens verblieb bis zum Neubau des Kunstmuseums lange Jahre auf dem Kleinen Schloßplatz. Erst 2005 wurde es an der Theodor-Heuss Straße - in Sichtachse zum Kunstmuseum - aufgestellt.
Die Stuttgarter Ausstellung "Platzmal" entwickelte das Konzept der ersten begehbaren Plastik
Frankfurter Frühling weiter, mit der sich Hajekt 1964 an der documenta III in Kassel beteiligt hatte.
| Künstler | Otto Herbert Hajek |
| Titel | Stadtzeichen Stuttgart |
| Jahr | 1969/1974 |
| Material | Stahl, Farbe |
| Maße | 6,00 x 1,50 x 1,80 m |
| Standort | Neuplatzierung seit 2005 auf einer Fußgängerinsel bei der Theodor-Heuss-Straße 2 |


