Für die Internationale Gartenbauausstellung IGA 1993 wurden Künstler aufgefordert, zusammen mit Architekten Kunstwerke für das künftige Parkgelände zu entwickeln. Die Planer wollten mit ihrem Kunstkonzept den Dialog zwischen Kunstwerk und Grünraum aufnehmen. Daraufhin schuf Bohnet mit Edelstahlstangen sein Kunstwerk
Unter den Stangen. Er steckt mit Stangen den Hügel und den anschließenden Bereich mit seiner Amphitheater ähnlichen Ausformung ab und macht dabei gleichzeitig auf die Topographie aufmerksam. Alle Stangen enden in der Höhe von 308 Metern über Normalnull. Neben der Kunststation
Unter den Stangen konnte Bohnet auch die Kunststationen
Im Keuper und das
Kugelobjekt im Egelsee realisieren.

Hans Dieter Bohnet: Unter den Stangen ©Lea ScheurerHans Dieter Bohnet: Unter den Stangen ©Lea Scheurer
Beschreibung
Für das neu geschaffene Parkgelände des Wartbergs hat der Künstler Hans Dieter Bohnet die Station
Unter den Stangen geschaffen. Wie Meßlatten, beim Bau des Geländes vergessen, ziehen sich die 8 Zentimeter dicken Edelstahlstangen in einer 80 Meter langen Linie vom Sitzplatz oben am Hang bis hinunter zur Veranstaltungsmulde und sanft wieder ansteigend um die Mulde herum.
Jede der Stangen zeigt mit der polierten Schnittfläche exakt 308 Meter über dem Meeresspiegel. Die rasch zunehmende Zahl der Abstandsmarkierungen auf den Stangen aus blankem Metall und stumpfem Rot macht deutlich, wie steil der Hang tatsächlich ist.
Wer den Wartberg hinauf- und hinuntergeht, ließe sich durch den Wechsel von sanftem zu starkem Gefälle über die wahre Höhensituation täuschen, wenn die Planer und der Künstler Hans Dieter Bohnet nicht die Station
Unter den Stangen geschaffen hätten.