Hans Dieter Bohnet: Kugelobjekt, 1993

Die ersten Kugelobjekte von Hans Dieter Bohnet entstanden ab den 1970er Jahren. Für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 1993 entwickelte Bohnet gemeinsam mit dem Gartenarchitekten Hans Luz eine Kunst-Garten-Landschaft, deren bildhauerischer Mittelpunkt das Kugelobjekt im Egelsee bildet. Darüber hinaus konnte er auch die Kunststationen Unter den Stangen und Keuper verwirklichen.

Eine Kugel mitten auf einem See.Vergrößern
Hans Dieter Bohnet: Kugelobjekt ©Lea Scheurer

Beschreibung

Die Kugel, die vollkommenste geometrische Form, wurde von Bohnet zerteilt, zerschnitten und in einer anderen Ordnung erneut zusammengesetzt. Dadurch entsteht eine Rhythmik von Geschlossenheit und Offenheit. Die einzelnen Elemente stehen versetzt zueinander. So bleiben Lücken und tiefe Einschnitte, durch die nicht nur das Wasser rinnt, sondern die Einblicke ins Innere der Kugel ermöglichen.

Im Innern der großen Kugel entdecken wir eine kleine Kugel, bestückt mit mehreren Düsen. Hier können unvermittelt hohe Wasserfontänen herausschießen. Eine einzelne Wassersäule wird dabei von mehreren Fontänen abgelöst, die sich fächerartig in das Wasserbecken ergießen. Das Wasser rinnt und fließt über die Edelstahlplatten und bietet mit den Spiegelungen in Luft und Wasser ein abwechslungsreiches optisches und akustisches Schauspiel.
Dies ist Bestandteil einer Gesamtkonzeption von Künstler und Architekt, deren Ziel es war "einen Einklang der gestalteten Landschaft mit den Artefakten der Skulptur herzustellen".

Neben seinem Kugelobjekt gehören dazu am Egelsee ein weiteres Wasserspiel, eine Rasenpyramide und verschiedenen Aufenthaltsebenen.

Technische Daten
Künstler Hans-Dieter Bohnet
Titel Kugelobjekt
Jahr 1993
Material V2A-Stahl
Maße 3,60 m Durchmesser
Standort Egelsee/ Wartberg, Stuttgart-Nord

Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg: Bärbel Küster. Heidelberg 2006.