Auftrag
Für die Internationale Gartenbauausstellung
IGA 1993 wurden Künstler, die sich in ihrer Arbeit kreativ und kritisch mit dem Thema Landschaft und natürliche Schöpfungsvorgänge auseinandersetzen, aufgefordert, in enger Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten, Kunstwerke für das künftige Parkgelände zu entwickeln. Durch die Planungsgruppe der
IGA war bereits in der Wettbewerbsphase Hans Dieter Bohnet eingebunden.
Neben dem
Kugelobjekt im Egelsee und der Kunststation
Unter den Stangen konnte Bohnet auch die Kunststation
Im Keuper realisieren.
Genau lässt sich der Bereich, in dem früher im Wartberg Schilfsandstein gebrochen wurde, nicht mehr lokalisieren. Der Steinbruch mag etwa dort gelegen haben, wo jetzt die Keuperwand installiert ist. Sie soll an diese Zeit erinnern und die geologische Formation des Keuper sichtbar machen, ähnlich wie das die roten Steinbruchwände im Tal der Rosen des Killesberg tun.
Keuper ist die oberste Schicht des Trias, nach Buntsandstein und Muschelkalk. Gleichzeitig stellt die künstlich geschaffene Keuperwand die Verbindung zu den von Menschenhand geschaffenen Mauern in der Umgebung her.
Während ein Teil der Wand als Quellfassung dient (aus ihrem senkrechten Spalt entspringt einer der natürlichen Wasserläufe des Wartberges) will der andere Teil zeigen, welche Schätze und Geheimnisse tief verborgen im Stein schlummern können. Aus dem schroffen Fels ist ein poliertes Marmorei hervorgerollt. Dieses glänzt und leuchtet in der Sonne. Die Wand selbst mit all ihren Spalten und Brüchen besteht aus dem Gestein, das im Steinbruch Maulbronn gebrochen wurde.