Hauptuntersuchung

Fahrzeuge, die ein eigenes amtliches Kennzeichen führen, müssen in regelmäßigen Zeitabständen einer Hauptuntersuchung (HU) unterzogen werden.

Für Pkw beträgt dieser Zeitabstand bei erstmals in den Verkehr gekommenen Fahrzeugen 36 Monate, für die weiteren Untersuchungen 24 Monate. Verantwortlich für die Einhaltung dieser Fristen ist der Fahrzeughalter.

Ausgenommen von dieser Untersuchungspflicht sind unter anderem Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen und zulassungsfreie Fahrzeuge, die durch Ausstellung eines Fahrzeugbriefes freiwillig am Zulassungsverfahren beteiligt werden und von der Kennzeichenpflicht befreit sind.

Prüfplaketten dürfen nur dann zugeteilt und angebracht werden, wenn keine Bedenken gegen die Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeuges bestehen. Durch die Prüfplakette wird bescheinigt, dass das Fahrzug zum Zeitpunkt der Untersuchung vorschriftsmäßig nach den jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen ist. Prüfberichte müssen bis zur nächsten Untersuchung aufbewahrt und bei der Veräußerung von Fahrzeugen dem Erwerber ausgehändigt werden.

Die Prüfplakette für die Abgasuntersuchung und Hauptuntersuchung wird mit Ablauf des jeweils angegebenen Monats ungültig. Ihre Gültigkeit verlängert sich um einen Monat, wenn bei der Untersuchung Mängel festgestellt werden, die vor der Zuteilung einer neuen Plakette zu beheben sind. Dies setzt voraus, dass das Fahrzeug vor Ablauf der Gültigkeit bei einer Prüforganisation bzw. -stelle vorgefahren werden muss. Die immer noch weit verbreitete Ansicht, man könne die Untersuchung "überziehen", trifft nicht zu. Das Überziehen eines Untersuchungstermins hat vielmehr zur Folge, dass die Untersuchung quasi auf den korrekten Zeitpunkt zurückdatiert wird, was eine Verkürzung des Zeitraums bis zur nächsten Untersuchung bewirkt.