Saisonkennzeichen

Als eine besondere Kennzeichenart wurde zum 01.03.1997 das Saisonkennzeichen eingeführt. Damit wird den Haltern von Fahrzeugen, die diese nur zu bestimmten Zeiten im Jahr nutzen, der regelmäßige Gang zur Zulassungsbehörde, wie auch die wiederkehrenden Zulassungsgebühren, erspart.

Informationen zum Saisonkennzeichen

Der Fahrzeughalter kann den sog. Betriebsraum nach seinen Bedürfnissen selbst festlegen. Dieser umfasst mindestens 2 und maximal 11 Monate. Die saisonale Befristung wird am rechten Rand des Kennzeichens durch ein Bruchdatum angezeigt, wobei der obere Teil den Beginn, der untere Teil das Ende des Betriebszeitraums anzeigt. Es gilt jeweils der Monatserste beim Beginn und der Monatsletzte beim Ende des Betriebszeitraums z. B. 3/10 (1.3. - 31.10. eines jeden Jahres).

Für Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen gelten grundsätzlich alle Vorschriften der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Somit unterliegen diese Fahrzeuge der Zulassungspflicht und der Kennzeichenpflicht, der (ganzjährigen) Versicherungspflicht sowie der Steuerpflicht.

Seit 1.11.2012 können Saisonkennzeichen auch Fahrzeugen zugeteilt werden, deren Halter von der Kraftfahrzeugsteuerpflicht befreit sind.

Obwohl die Fahrzeuge nicht "außer Betrieb gesetzt" (abgemeldet) werden müssen, die Kennzeichen also das ganze Jahr gestempelt sind, dürfen saisonal zugelassene Fahrzeuge während des sog. Ruhezeitraums nicht im öffentlichen Straßenverkehr abgestellt werden. Der Ruhezeitraum ist die Zeitspanne außerhalb des auf dem Kennzeichen vermerkten Betriebszeitraums.

Eine besondere Regelung besteht für die Fälligkeit der Haupt- und Abgasuntersuchung: Sofern die Termine während des Ruhezeitraums ablaufen, können die Untersuchungen im ersten Monat des Betriebszeitraums nachgeholt werden.

Der Betriebszeitraum ist sowohl auf dem Kennzeichen als auch im Fahrzeugschein - ab 1.10.2005 Zulassungsbescheinigung Teil I - vermerkt. Der Fahrzeugbrief - ab 1.10.2005 Zulassungsbescheinigung Teil II - enthält keinen Eintrag über die saisonale Zulassung.

Die Pflicht, die Veräußerung eines Fahrzeugs anzuzeigen, erstreckt sich auch auf die Zeit außerhalb des Betriebszeitraums (den Ruhezeitraum).

Hinweis

Seit dem 01. Juli 2007 darf auch in Baden-Württemberg die Zulassungsbehörde ein Fahrzeug grundsätzlich erst zulassen, wenn der Fahrzeughalter das Hauptzollamt schriftlich zum Einzug der Kraftfahrzeugsteuer von einem Girokonto ermächtigt hat. Die schriftliche Erklärung ist bei der Zulassungsbehörde zusammen mit den anderen Unterlagen vorzulegen.
Rechtsgrundlage sind § 13 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 1a des Kraftfahrzeugsteuergesetzes in Verbindung mit der Verordnung der Landesregierung über die Mitwirkung der Zulassungsbehörden bei der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer (MZuLKraftStVO).

Voraussetzungen

Je nach Situation, handelt es sich um die

  • Neuzulassung oder
  • Umschreibung eines Kfz

Sie benötigen eine Versicherungsbestätigung: achten Sie unbedingt darauf, dass hier der Betriebszeitraum nur in Monaten, keine Jahresbefristung, angegeben ist.

Weitere Informationen

Saisonkennzeichen erhalten Sie nur bei der Kfz-Zulassungsstelle; nicht bei den Bürgerbüros.

Termine/Fristen

Zugelassene Fahrzeuge müssen unverzüglich für den Erwerber zugelassen werden (§ 13 Abs. 4 FZV )