Ersterteilung oder Verlängerung einer allgemeinen Fahrerlaubnis

Erstmalige Erteilung oder Verlängerung einer - allgemeinen - Fahrberechtigung (Führerschein).

Nach Antragstellung hat die Fahrerlaubnisbehörde zu ermitteln, ob Bedenken gegen die Eignung des Bewerbers bestehen. Dies benötigt eine gewisse Zeit, weshalb der Antrag spätestens mit Beginn der Fahrschulausbildung gestellt werden sollte. Gegebenenfalls fordert die Fahrerlaubnisbehörde den Bewerber zur Vorlage von Nachweisen über seine Kraftfahreignung auf.

Liegen alle Voraussetzungen für die Erteilung der Fahrerlaubnis vor, wird die Herstellung des Führerscheins bei der Bundesdruckerei in Berlin in Auftrag gegeben und der Führerschein an den Bewerber ausgehändigt. Hat der Bewerber vor Erteilung der Fahrerlaubnis noch eine Prüfung abzulegen, wird der zuständigen Technischen Prüfstelle der vorbereitete Führerschein mit dem Auftrag übersandt, die Prüfung(en) abzunehmen.

Weitere Informationen
Der Antrag für die Führerscheinklassen AM, A, A1, A2, B, BE, L, T, C, CE, C1, C1E kann innerhalb Stuttgarts in jedem Bürgerbüro abgegeben werden.

Handelt es sich um die Führerscheinklassen D, DE, D1, D1E oder soll eine Schlüsselzahl 95 für die gewerbliche Nutzung des LKW (C, CE, C1, C1E) in den Führerschein eingetragen werden, erfolgt die Antragstellung ausschließlich bei der Führerscheinstelle in Stuttgart-Feuerbach.

Voraussetzungen

Folgende Unterlagen sind bei Antragstellung vorzulegen:


bei den Führerscheinklassen AM, A, A1, A2, B, BE, L, T
  • Sehtestbescheinigung - nicht älter als 2 Jahre
  • Nachweis über die Teilnahme an einer Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen ("LSM-Kurs") oder über die Ausbildung in Erster Hilfe
bei den Führerscheinklassen C, CE, C1, C1E, D, DE, D1, D1E
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens oder ggf. ein Zeugnis des Augenarztes nach Anlage 6 zur Fahrerlaubnis-Verordnung - nicht älter als 2 Jahre
  • ärztliches Gutachten über die körperliche und geistige Eignung nach Anlage 5 Ziff. 1 sowie bei erstmaliger Erteilung der Klassen D, D1, DE und D1E oder Verlängerung dieser Klassen ab Vollendung des 50. Lebensjahres zusätzlich ein Nachweis über die Erfüllung der "besonderen Anforderungen" gemäß Ziffer 2 der Anlage 5 zur Fahrerlaubnis-Verordnung. Der Nachweis erfolgt über ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder das Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung - jeweils nicht älter als 1 Jahr
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe
Die Erteilung der Fahrerlaubnis setzt einen ordentlichen Wohnsitz im Inland voraus. Außerdem darf der Bewerber nicht bereits in Besitz einer gleichlautenden Fahrberechtigung aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sein.
Schließlich muss das für die beantragte Klasse bestimmte Mindestalter erfüllt sein:
  • Klassen AM, A1, L und T: 16 Jahre
  • Klasse B bei "Begleitetes Fahren ab 17": 17 Jahre
  • Klassen A2, B, BE, C1, C1E: 18 Jahre
  • Klassen D1, D1E, C, CE: 21 Jahre
  • direkter Zugang Klasse A, Klassen D und DE: 24 Jahre
Gegenüberstellung der Führerscheinklassen altes/neues Führerscheinrecht
Übersicht Fahrerlaubnisklassen

Termine/Fristen
Der Fahrerlaubnisantrag ist grundsätzlich 2 Jahre gültig. Der Prüfauftrag an die Technische Prüfstelle verfällt, wenn die theoretische Prüfung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Eingang des Prüfauftrags oder die praktische Prüfung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung bestanden wird.

Fahrerlaubnisse der Klassen AM, A, A1, A2, B, BE, L und T werden unbefristet erteilt. Die der Klassen C, CE, C1, C1E sowie die Fahrerlaubnisse der Klassen D, D1, DE und D1E  werden für 5 Jahre erteilt. Die Verlängerung der Klassen D, D1, DE und D1E kann nur dann über die Vollendung des 50. Lebensjahres hinaus erfolgen, wenn der Antragsteller zusätzlich die Erfüllung der "besonderen Anforderungen" gemäß Ziffer 2 der Anlage 5 zur Fahrerlaubnis-Verordnung nachweist. Der Nachweis erfolgt über ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder das Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung.

 
 

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