Straßenwirtschaften

Seit einigen Jahren ist eine starke Zunahme von Straßenwirtschaften im Stadtgebiet zu verzeichnen. Diese nehmen immer mehr öffentlichen Raum in Anspruch, insbesondere in der Innenstadt. Die "Gestaltungsrichtlinie Innenstadt " regelt deren Größe und Ausdehnung, darüber hinaus wurde ein Merkblatt zur Möblierung erarbeitet.

Die Straßenbewirtschaftungsflächen im öffentlichen Verkehrsraum sind inzwischen ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil in der Kalkulation der Betreiber der Gastronomiebetriebe geworden. Der Nutzungsdruck hat sich dadurch in den letzten Jahren erheblich verschärft.
Durch das geänderte Gaststättengesetz, nachdem auch Einzelhandelsbetriebe "genehmigungsfreie Gastronomie" betreiben können, wird sich dieser Effekt noch verstärken. Durch die größere Nachfrage nach Bewirtschaftungsflächen im öffentlichen Raum, die nicht beliebig vermehrbar sind, entsteht ein ständig wachsender Konkurrenzdruck unter den Betreibern in Bezug auf Gestaltung von Straßenwirtschaften. Der Wettbewerb unter den Gastronomen um eine originelle Möblierung hat zu äußerst negativen Begleiterscheinungen und Veränderungen im Stadtbild geführt.

Diesen Entwicklungen will die Stadtverwaltung mit der Verabschiedung von Gestaltungsrichtlinien für den Innenstadtbereich gegensteuern. Durch die Festlegung auf wenige und möglichst zeitlose Gestaltungsmerkmale soll die schlichte Gestaltung von Straßenwirtschaften unterstützt und damit auch der Wettbewerbsdruck unter den Betreibern reduziert werden.


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