Wahl des Gemeinderats

Das aktive Wahlrecht haben alle Deutschen und alle EU-Bürgerinnen und -Bürger ab dem vollendeten 16. Lebensjahr, die am Wahltag seit mindestens drei Monaten ihren Erstwohnsitz in der jeweiligen Gemeinde angemeldet haben, für das passive Wahlrecht muss das 18. Lebensjahr vollendet sein.

Panaschieren und Kumulieren

Jeder Wahlberechtigte hat so viele Stimmen, wie Gemeinderäte zu wählen sind. In Stuttgart sind das 60. Dabei kann der Wähler entweder seine Stimmzettel unverändert, oder im Ganzen gekennzeichnet abgeben: Dann erhält jeder der vorgedruckten Bewerber eine Stimme. Die Wahlbereichtigten können auch Bewerberinnen und Bewerber aus Wahlvorschlägen übernehmen (panaschieren) und einzelnen Bewerbern und Bewerberinnen bis zu drei Stimmen geben (kumulieren).

Sainte Lague-Schepers

Das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren ist eine Methode der proportionalen Repräsentation. Es wird angewandt, um die Sitzverteilung zu berechnen, die nach der Geschäftsordnung im Verhältnis der Stärke der einzelnen Fraktionen zu besetzen sind. Dieses Verfahren weist einige Vorteile etwa gegenüber dem Höchstzahlverfahren nach d'Hondt auf, das die großen Parteien bevorzugt.

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