Die Plastik erhebt sich auf eine Höhe von acht Metern und greift bis zu vier Meter aus. Sie ruht auf auf einem quadratischen, flachen Sockel, der frei im Raum steht. Ein fester Betrachtungsstandpunkt wird nicht gefordert - gerade beim Umschreiten der Figur wächst ihre Anziehungskraft.
Aus der Mitte des Sockels entfaltet sich die Plastik mit zwei langen Flügelarmen wie ein großes V, das nach oben strebt, in halber Höhe jedoch beim Emporsteigen gebremst wird und abknickt. Der eine Arm bildet Zick-Zack Linien und endet in der Mitte, der zweite dagegen nimmt einen steilen Höhenflug, um neben dem anderen Arm in der Mitte der Figur niederzustürzen.
Durch diese Auf- und Abbewegungen entsteht Dynamik. Auch die kantigen Gliedmaßen aus Stahl verstärken diese Wirkung. Sie sind nicht gleichmäßig dick, sondern verändern ihren Umfang und variieren dadurch die Spannung. Trotz ihrer Größe wirkt die Figur aufgrund des polierten, hellen Stahls und der vielen Durchblicke nicht mächtig, sondern leicht und kraftvoll.
| Künstler | Wander Bertoni |
| Titel | Bewegung II (2) |
| Jahr | 1960-1961 |
| Material | Niro-Stahl |
| Maße | 8,00 x 4,00 x 4,00 m |
| Standort | vor dem Kleinen Haus der Württembergischen Staatstheater, Stuttgart-Mitte |
| Eigentümer | Vermögen und Bau Baden-Württemberg |