Wander Bertoni: Bewegung II (2), 1960-1961

Bewegung II (2), die abstrakte Metallskulptur aus Niro-Stahl, wurde von dem Wiener Künstler Wander Bertoni zur Eröffnung der Bundesgartenschau 1961 entworfen. Bei der Gestaltung verfolgte er das Ziel, den abstrakten Begriff der Bewegung plastisch darzustellen.

Mit der Aufstellung dieser ersten abstrakten Figur im öffentlichen Raum wollte Stuttgart sich als internationale und weltoffene Stadt präsentieren.

Eine silberne, abstrakte SkulpturVergrößern
Wander Bertoni: Bewegung II (2) ©Wolfram Janzer

Beschreibung

Die Plastik erhebt sich auf eine Höhe von acht Metern und greift bis zu vier Meter aus. Sie ruht auf auf einem quadratischen, flachen Sockel, der frei im Raum steht. Ein fester Betrachtungsstandpunkt wird nicht gefordert - gerade beim Umschreiten der Figur wächst ihre Anziehungskraft.

Aus der Mitte des Sockels entfaltet sich die Plastik mit zwei langen Flügelarmen wie ein großes V, das nach oben strebt, in halber Höhe jedoch beim Emporsteigen gebremst wird und abknickt. Der eine Arm bildet Zick-Zack Linien und endet in der Mitte, der zweite dagegen nimmt einen steilen Höhenflug, um neben dem anderen Arm in der Mitte der Figur niederzustürzen.

Durch diese Auf- und Abbewegungen entsteht Dynamik. Auch die kantigen Gliedmaßen aus Stahl verstärken diese Wirkung. Sie sind nicht gleichmäßig dick, sondern verändern ihren Umfang und variieren dadurch die Spannung. Trotz ihrer Größe wirkt die Figur aufgrund des polierten, hellen Stahls und der vielen Durchblicke nicht mächtig, sondern leicht und kraftvoll.


Das Spiel von Licht und Schatten, von Hell und Dunkel macht auf das Kunstwerk aufmerksam und lädt zum Verweilen ein.

Technische Daten
Künstler Wander Bertoni
Titel Bewegung II (2)
Jahr 1960-1961
Material Niro-Stahl
Maße 8,00 x 4,00 x 4,00 m
Standort vor dem Kleinen Haus der Württembergischen Staatstheater, Stuttgart-Mitte
Eigentümer Vermögen und Bau Baden-Württemberg


Weiterführende Literatur:

  • Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg. Bärbel Küster. Heidelberg 2006.

 
 

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