Anzeige eines Sterbefalls

Für die Beurkundung eines Sterbefalles ist das Standesamt zuständig, in dessen Bezirk der Tod eingetreten ist.

Ist die Person im Krankenhaus oder einer sonstigen Einrichtung verstorben, muss der Sterbefall von der Einrichtung schriftlich angezeigt werden. Ist ein Bestatter beauftragt, den Sterbefall beim Standesamt anzuzeigen, muss dieser dem Standesamt alle Unterlagen, einschließlich der schriftlichen Sterbefallanzeige, überbringen.


Wichtiger Hinweis

Angehörige müssen die Leichenschau durch einen Arzt veranlassen.


Anzeigepflichtige:

  • jede Person, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat
  • die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat (auch betreutes Wohnen)
  • der Träger der Einrichtung, wenn der Tod in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen oder sonstigen Einrichtungen eintritt
  • jede Person, die beim Tod anwesend war oder vom Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist
  • ist ein Bestattungsunternehmen beauftragt worden, das bei einer Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer registriert ist, kann dieses die Anzeige auch schriftlich erstatten
  • die Staatsanwaltschaft, wenn Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod vorliegen (Unglücksfall, Mord, Freitod)

Voraussetzungen



1. Urkunde des/der Verstorbenen

  • Bei nie Verheirateten:
  1. In Deutschland geboren: beglaubigter Ausdruck aus dem Geburtenregister mit Hinweisen
  2. Im Ausland geboren: internationale Geburtsurkunde (hiermit wird keine Übersetzung benötigt) oder nationale Geburtsurkunde, die ggfs. mit Legalisation oder Apostille sowie stets mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache versehen sein muss
  • Bei Verheirateten:
  1. In Deutschland geheiratet: beglaubigte Abschrift aus dem als Eheregister fortgeführten Familienbuch, ersatzweise ein beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister mit Hinweisen
  2. Im Ausland geheiratet: internationale Heiratsurkunde (hiermit wird keine Übersetzung benötigt) oder nationale Heiratsurkunde, die ggfs. mit Legalisation oder Apostille sowie stets mit einer Übersetzung in die deutsche Sprache versehen sein muss
  • Bei Geschiedenen:
eine beglaubigte Abschrift aus dem als Eheregister fortgeführten Familienbuch der letzten Ehe, ersatzweise ein beglaubigter Ausdruck aus
dem Eheregister mit Auflösungsvermerk und Hinweisen
oder Eheurkunde und Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk

  • Bei Verwitweten:
eine beglaubigte Abschrift aus dem als Eheregister fortgeführten Familienbuch der letzten Ehe, ersatzweise ein beglaubigter Ausdruck aus
dem Eheregister mit Auflösungsvermerk und Hinweisen

2. Todesbescheinigung und Leichenschauschein (wird vom Arzt ausgestellt)

3. gültiger Personalausweis/Reisepass des Verstorbenen und des Anzeig enden sowie ggfs. des letzten Ehegatten

4. Meldebescheinigung des letzten Wohnsitzes des/der Verstorbenen

Wichtiger Hinweis:
Ob darüber hinaus im Einzelfall noch weitere Unterlagen benötigt werden, kann erst nach Inaugenscheinnahme der vorgelegten Unterlagen beim Standesamt entschieden werden.

Termine/Fristen
Der Sterbefall ist spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag beim Standesamt anzuzeigen. (Hierbei gilt der Samstag nicht als Werktag).

 
 

Mehr zum Thema

Schlagwörter