Fütterungsverbot für Tauben, Enten und Schwäne

Tauben, Enten und Schwäne nicht füttern!

Das Amt für öffentliche Ordnung bittet die Bevölkerung, Stadttauben, Enten und Schwäne nicht zu füttern, da durch regelmäßige Fütterung nicht nur die Standorttreue, sondern auch die Brutfreudigkeit der Tiere stark gefördert wird.

Da vier bis sechs Bruten jährlich keine Seltenheit sind, vergrößern sich kleine Taubenschwärme in kurzer Zeit auf das Mehrfache und verursachen Schmutz sowie Lärm- und Geruchsbelästigungen. Hauseigentümern wird dringend empfohlen, den Nestbau an Gebäuden durch geeignete Vorkehrungen zu verhindern, weil die Nester in der Regel von Milben, Zecken und anderen Schädlingen befallen sind und sich auf diese Weise auch gesundheitliche Gefahren für Menschen ergeben können.

Auch das Füttern von Enten und Schwänen führt zu starker Vermehrung und zu abartigen Wachstums- und Verhaltensstörungen bei den Tieren. Außerdem verursachen die üblicherweise von den Spaziergängern verfütterten Brot- und Backwarenreste Gesundheitsschädigungen bei den Wasservögeln, die sich natürlicherweise von Wasserpflanzen, Samen und Teilen der Uferbepflanzung sowie von kleinen Tieren wie Würmern und Schnecken ernähren. Durch das massenweise Auftreten der Tiere wird das ökologische Gleichgewicht an und in den Gewässern gestört. Das führt in der wärmeren Jahreszeit oft zum Umkippen ganzer Gewässer. Die Tiere, die gewohnheitsmäßig von diesem Wasser trinken, verenden jämmerlich.

Das Füttern von Stadttauben, Enten und Schwänen ist deshalb aufgrund einer Polizeiverordnung der Landeshauptstadt Stuttgart aus dem Jahr 1997 untersagt. Das Fütterungsverbot für Enten und Schwäne gilt nach dieser Polizeiverordnung für folgende Grünanlagen einschließlich ihrer Gewässer:

  • Obere, Mittlere und Untere Schlossgartenanlagen sowie Rosensteinpark
  • Max-Eyth-See
  • Feuersee (Stuttgart-West)
  • Talwiesen (Zuffenhausen)
  • Feuersee (Rohr)
  • Riedsee (Möhringen)

Verstöße gegen das Fütterungsverbot werden als Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Geldbußen geahndet.

 
 

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