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Preisverleihung "Wildtiere in der Stadt"

04.12.2007 Aktuelles
Die Entscheidung beim Umwelt-Fotowettbewerb 2007 der Landeshauptstadt Stuttgart "Wildtiere in der Stadt" ist gefallen. Aus 100 Einsendungen mit 403 Bildern hat das Preisgericht unter Vorsitz von Stadträtin Doris Peppler-Kelka die besten Arbeiten ausgewählt.

Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, übergab die Urkunden am Montag, 3. Dezember, im Rahmen einer Feier im Treffpunkt Rotebühlplatz. Preise gab es in den Kategorien Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche.

In den letzten Jahrzehnten haben sich zahlreiche Tierarten in der Stadt angesiedelt. Füchse, Marder, Hasen, Störche und Reiher gehören heute zum Alltagsbild einer Großstadt. Grund genug für das Amt für Umweltschutz, den diesjährigen Wettbewerb unter das Motto "Wildtiere in der Stadt" zu stellen.

Bürgermeister Hahn führte zwei wesentliche Gründe für diese Entwicklung an: zum einen das Anwachsen des Bestands der Tiere in freier Wildbahn, zum anderen ein Mangel an Lebensraum im ländlichen Bereich. Das gute Nahrungsangebot in den Städten tut sein übriges, egal, ob es sich um Kartoffeln im Kleingarten oder um Essensreste in der Mülltonne handelt.

Dazu kommt noch die Lage der Stadt. Nicht umsonst trägt Stuttgart den Beinamen "Stadt zwischen Wald und Reben". Mit einem Flächenanteil von 34 Prozent Natur- und Landschaftsschutzgebieten bietet sie den Tieren Ruhezonen und Unterschlupf, aber auch eine Vielzahl von Nahrungsquellen.

Auch auf die negativen Begleiterscheinungen dieser Entwicklung wies Bürgermeister Hahn hin. "Schon mancher Autobesitzer musste morgens feststellen, dass sich ein Marder am Auto zu schaffen gemacht hatte." Und auch eine Siebenschläferfamilie unter dem Dach kann einen um den Schlaf bringen.

Wie bei den vorausgegangenen Fotowettbewerben, beeindruckte auch diesmal die zum Teil herausragende fotografische Qualität. Wichtig neben der fotografischen Qualität war auch der Bezug zur Stadt Stuttgart.

Der erste Preis in der Kategorie Kinder und Jugendliche geht an Tim und Lena Diener aus Stuttgart für die Aufnahme einer Eule. Einen zweiten Preis erhalten jeweils Jannis Krüger und der Workshop "Naturfotografie" des Jugendhauses West und der Naturfreundejugend. Die Preise sind mit 1000 und 500 Euro dotiert.

In der Kategorie Erwachsene wurde die Aufnahme von Andreas Gericke mit einem ersten Preis prämiert. Sie zeigt einen Hasen vor einer Straßenbahn im Schlossgarten. Der zweite Preis geht an Sandra Kleinert. Auf dem dritten Platz folgt Reiner Donn. Die Preisgelder betragen 1000, 500 und 250 Euro.

Eine Anerkennung bei den Erwachsenen gibt es für Simon Kumm, Günter Hoerner, Helga Kohler-BolI, Alfred Baur, Ingo Depner, Bernd Meyer zu Berstenhorst, Michael Schmolz, Bernd Werlich, Christi Kemmler und Melanie Pilz. Bei den Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren erhalten Ina Alessa Walz, Jeanne Hausen-Mabilon, Simm Krüger, Saskia und Alicia Aichinger, Bettina Carla Bögelein, Alexandra Müller, Patrick Mironowitz und Kilian Kottmeier eine Anerkennung.

Die Siegerbilder werden ab Dienstag, 4. Dezember, im 3. Stock des Stuttgarter Rathauses ausgestellt. Der nächste Umwelt-Fotowettbewerb findet im Jahr 2009 statt.