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Regionales Übergangsmanagement Schule - Beruf gestartet

30.09.2008 Bildung
Der bisher in Stuttgart bereits erreichte Schulterschluss zwischen vielen Akteuren im Bereich der Übergänge in den Beruf (Agentur für Arbeit, JobCenter, Jugendamt/Jugendhilfe, Schule, Arbeitsförderung, Stabsstelle für Integrationspolitik) wird nun auch offiziell belohnt, so die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Gabriele Müller-Trimbusch. Die Landeshauptstadt erhält für den Aufbau eines regionalen Übergangsmanagements Schule-Beruf eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von 760 000 Euro.
Dadurch sollen deutlich mehr Jugendliche den direkten Übergang von der Schule in die Ausbildung schaffen und die Unterstützungsangebote besser und effektiver aufeinander abgestimmt werden.

Trotz der im Vergleich zum Bundesgebiet sicherlich eher guten wirtschaftlichen Situation schaffen in Stuttgart nicht mehr als 27 Prozent der Hauptschulabgänger den direkten Übergang in eine duale Ausbildung (Stand Herbst 2007). Dies ist der "Steuerungsgruppe u25", in der die Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit und des JobCenters, der Jugendamtsleiter sowie der Arbeitsförderer, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes und der Leiter der Stabsstelle für Integrationspolitik vertreten sind, eindeutig zu wenig. Die Stadt hat sich deshalb für das Programm "Perspektive Berufsabschluss" des Bildungsministeriums beworben, um
  • die kommunale Datenlage zu verbessern und ein Monitoring zu individuellen Verläufen bei Jugendlichen aufzubauen
  • die verschiedenen Angebote am "Startplatz Schule" im Sinne eines aufeinander aufbauenden Baukastensystems zu koordinieren
  • eine Beratung und Begleitung für Eltern aufzubauen, damit diese ihre Kinder im beruflichen Übergang besser unterstützen können
  • das Konzept eines Übergangsbegleiters für Hauptschüler von der Schule in Ausbildung umzusetzen
  • die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft systematischer aufzubauen
  • eine abgestimmte Maßnahmeplanung für den Bereich Übergang Schule-Beruf zu etablieren
Die Bewerbung hatte Erfolg. Stuttgart wurde als eine von 27 Kommunen aus 172 Kandidaten ausgewählt. Für die Laufzeit vom 1. Mai 2008 bis 31. März 2012 stehen der Stadt nun insgesamt 760.000 Euro für den Aufbau nachhaltiger Strukturen zur Verfügung. Das Programm wird aus Mitteln des BMBF und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert und durch das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) wissenschaftlich begleitet.

Die Gesamtverantwortung für dieses Projekt hat Erster Bürgermeister Michael Föll übernommen. Die Federführung und Koordination des Prozesses liegt beim Jugendamt. Dort haben Mitte September die beiden Programm-Mitarbeiterinnen ihre Arbeit aufgenommen. "Wir werden dann gute Arbeit geleistet haben, wenn wir am Ende der Laufzeit die hochgesteckten Ziele erreicht haben", so Jugendamtsleiter Bruno Pfeifle.

Ansprechpartnerinnen beim Jugendamt Stuttgart:
Silke Eschenbeck
Telefon 0711-216- 5078
E-Mail Silke.Eschenbeck@stuttgart.de

Angelika Münz
Telefon 0711-216 6298
E-Mail Angelika.Muenz@stuttgart.de

Projektleiterin: Dr. Claudia Daigler
Telefon 0711-216-7450
E-Mail Claudia.Daigler@stuttgart.de