Internationale Netzwerke und Gremien
Stuttgart möchte von Erfolgsprojekten anderer Städte lernen und gemeinsam mit ihnen im nationalen, europäischen und weltweiten Kontext zukunfstweisende Strategien erarbeiten. Die Stadt engagiert sich daher in nationalen und internationalen Netzwerken.
Cities for Children
Ohne Kinder sind Städte nicht zukunftsfähig. Stadtgesellschaften müssen deshalb kinderfreundlicher werden und Rahmenbedingungen schaffen, die es den Menschen leichter macht, sich für Kinder zu entscheiden. Das europäische Netzwerk "Cities for Children " wurde von der Landeshauptstadt Stuttgart mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gegründet. Mittlerweile beteiligen sich über 50 Großstädte aus 26 europäischen Ländern an diesem Netzwerk.
Cities for Local Integration Policy (CLIP)
Europäische Städte, insbesondere die wirtschaftsstarken Metropolregionen, sind Magneten für Zuwanderer aus aller Welt. Diese Städte verfügen über eine große Erfahrung, wie eine sprachlich, kulturell und religiös zunehmend heterogene Bevölkerung vor Ort erfolgreich integriert werden kann. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat mit Unterstützung der Europäischen Stiftung für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen sowie einer engen Kooperation mit dem Europarat und der Europäischen Kommission das CLIP-Netzwerk ins Leben gerufen. CLIP besteht derzeit aus etwa 30 Städten aus 18 Ländern.
Cities for Mobility
" Cities for Mobility" ist ein globales Städtenetzwerk für urbane Verkehrsfragen. Unter der Koordination der Landeshauptstadt Stuttgart fördert es die transnationale Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltungen, Verkehrsbetrieben, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft um den Aufbau nachhaltiger, effizienter und zukunftsfähiger Verkehrssysteme in den Mitgliedstädten voranzutreiben. Mittlerweile wirken in dem Netzwerk 470 Städte, Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen aus 63 Ländern in Lateinamerika, Europa, Afrika und Asien mit. In vielen dieser Städte werden innovative Mobilitätsprojekte durchgeführt.
Cities for Sports
Das Netzwerk "Cities for Sports" sammelt bestehende und erprobte Projekte und Programme der Partnerstädte. In der lokalen Vernetzung werden neue Programme angestoßen und gemeinsam Empfehlungen für eine europäische Sportentwicklung erarbeitet.
Energie-Cités
Seit 2007 ist Stuttgart Mitglied der "Energie-Citeés". Die beigetretenen Kommunen setzen sich für eine nachhaltige lokale Energiepolitik ein: optimale Energienutzung, Förderung erneuerbarer Energien und Schutz der städtischen Umwelt. Dem Verband gehören 110 Mitglieder an, die EU-weit mit mehr als 3.000 Städten zusammenarbeiten.
Europäisches Energienetzwerk des Rats der Gemeinden und Regionen Europas
Zweimal jährlich trifft sich das Netzwerk zum Erfahrungsaustausch und um die neuesten Erkenntnisse erfolgreichen Energiemanagements in die Breite zu tragen.
Europäisches Forum für Urbane Sicherheit
Die Stadt Stuttgart ist seit Juli 2008 erstes deutsches Vollmitglied im Europäischen Forum für Urbane Sicherheit (EFUS). In diesem Netzwerk tauschen mehr als 300 Partnerstädte, -kommunen und -regionen ihre Erfahrungen in der kommunalen Krimianlprävention aus. Durch den Zugriff auf eine gemeinsame Projektdatenbank kann Stuttgart bereits bewährte Möglichkeiten der Kriminalitätsbekämpfung anderer EFUS-Partner übernehmen.
Klimabündnis der europäischen Städte
Dem Klimabündnis (rund 1.500 Mitgliedstädte) ist Stuttgart 1995 beigetreten. Die landeshauptstadt ist aktiv in einer Arbeitsgruppe zur CO2-Bilanzierung.
Kongress der Gemeinden und Regionen Europas
Der Kongress der Gemeinden und Regionen Europas wurde 1994 vom Europarat, der internationalen Organisation zum Schutz der Menschenrechte und der Demokratie, ins Leben gerufen. Er unterstützt Maßnahmen der Kommunen, die der Förderung von Frieden und Toleranz dienen. So hat er bei seiner Plenarsitzung im Mai 2004 eine Resolution zum Thema Integrationspolitik verabschiedet, die auf dem Stuttgarter "Bündnis für Integration" basiert. In der Resolution wird der Stuttgarter Ansatz als erfolgreiches Beispiel für kommunale Integrationspolitik in Europa aufgeführt.
Rat der Gemeinden und Regionen Europas
Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) wurde 1951 gegründet und ist mit Mitgliedern aus über 30 Ländern der größte Kommunalverband in Europa. Die Arbeit des RGRE zielt auf die Förderung eines vereinten Europas ab, gestützt auf lokale und regionale Selbstverwaltung und Demokratie.
Seit Dezember 2004 ist der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster Vizepräsident des europäischen RGRE. Außerdem wurde er im November 2007 zum Vizepräsidenten der Deutschen Sektion des RGRE gewählt. Der deutsche RGRE vertritt die Interessen deutscher Kommunen im europäischen Politikprozess.United Cities and Local Governments
Der UCLG vertritt die kommunalen Interessen gegenüber den großen internationalen Organisationen wie UNO, UNESCO und Weltbank. Er ist in sieben Weltregionen aufgeteilt und dezentral organisiert. Der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster ist einziger deutscher Vertreter im Exekutivbüro und Vizepräsident des UCLG. Er vertritt als Vorsitzender der Region Europa alle europäischen Städte und Gemeinden. Zugleich ist er Vorsitzender der Kommission für urbane Mobilität.

