Wolfgang Klein: Klinkerrelief Spaziergänger, 1960
Das Klinkerrelief Spaziergänger war die erste Arbeit des Künstlers Wolfgang Klein für die Stadt Stuttgart. Es entstand 1960 für den Neubau der Park-Realschule an der Marconistraße 65 in Stuttgart-Zuffenhausen. Der Künstler beschreibt die dargestellten Figuren als Familie, pfeifenden Gassenjungen, Kavalier und Dame. Die Figuren aus Klinkerstein entwickeln sich aus dem Mauerwerk heraus.
Integration von Kunstwerken in die Architektur
Der Bildhauer Wolfgang Klein hätte sich auch vorstellen können, Architekt zu werden. Schon während seines Studiums der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste arbeitete er eng mit Architekturstudenten zusammen, denen er bei der Herstellung ihrer Entwürfe und Gipsmodelle half. Durch die Arbeit an den Architekturmodellen lernte er, Landschaften in räumlichen Strukturen und Architektur als Skulptur zu sehen.
In seinen künstlerischen Anfangsjahren passte er die Reliefs und Bauplastiken zumeist dem Material der Architektur an. Er arbeitete mit Beton, Backstein oder Stahl. Sein Bemühen zu dieser Zeit war, seine Kunst nicht der Architektur entgegen zu stellen, sondern schon in der Planung, Kunstwerke in die Gestaltung zu integrieren. Dafür entwickelte Klein seine Bauplastiken vor Ort, um Merkmale und Charakteristika der Architektur aufzunehmen und zu komplettieren.
Das harmonische Zusammenspiel von Kunstwerk und Architektur ist an diesem Kunstwerk deutlich zu erkennen.
| Künstler | Wolfgang Klein |
| Titel | Klinkerrelief "Spaziergänger" |
| Jahr | 1960 |
| Material | Klinker |
| Maße | - |
| Standort | Park-Realschule, Marconistrs. 65, Stuttgart-Zuffenhausen |
Weiterführende Literatur:
- Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart. Hrsg. Bärbel Küster. Heidelberg 2006.

