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Wohnen im urbanen Panorama - Trend 'zurück' in die Stadt

Stuttgart gilt als attraktive und sichere Wohnstadt. Der Wohnungsmarkt ist dynamisch. Urbanes Wohnen hat wieder Konjunktur und in Stuttgart seit jeher gute Perspektiven. Das Wohnen mit Aussicht gehört genauso zur Identität der Stadt wie in den dichten, lebendigen gründerzeitlichen Innenstadtbezirken. Hierin liegt Stuttgarts Standortkompetenz gegenüber anderen Regionen und dem eigenen Umland.

Die ausgeprägte Topografie polarisiert nach exklusiven und benachteiligten Wohnlagen. So gibt es Integrationserfordernisse. Das betrifft das Generationengefüge und den Zusammenhalt in einer internationalen Stadtgesellschaft.

Das Wohnen inmitten der Stadt ist "trendy".
Die ungebrochene Wirtschaftskraft, gute Bildungs- und Arbeitsplatzangebote, ein pulsierendes Kulturleben und Integrationserfolge entwickeln eine ungeahnte Anziehungskraft. Seit 1999 hat Stuttgart  - entgegen Prognosen - mehr als 7.500 Einwohner hinzu gewonnen, darunter vor allem Junge, Gebildete, Kreative und Kapitalkräftige. Um diese dauerhaft zu binden, wird in der Wohnungspolitik die Nachfrage- und Kundenorientierung wichtiger.

Weißenhofsiedlung: Ikone der Klassischen Moderne, S-NordVergrößernWeißenhofsiedlung: Ikone der Klassischen Moderne, S-Nord. Quelle: LHSWeißenhofsiedlung: Ikone der Klassischen Moderne, S-Nord. Quelle: LHS Modell Kreatives Wohnen auf dem Killesberg (Alte Messe)VergrößernModell Kreatives Wohnen auf dem Killesberg (Alte Messe). Quelle: LHSModell Kreatives Wohnen auf dem Killesberg (Alte Messe). Quelle: LHS

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Neue Formen des Wohnens

Vor allem der gesellschaftliche Wandel bedingt es, dass neue Formen des gemeinschaftlichen und dichten Wohnens gesucht werden. Der Wegfall von steuerlichen Anreizen für die Abwanderung ins Umland und eine zielgenaue Wohnbauförderung verstärken den Trend. Damit entsteht ein neuer Markt. Zentrale Standorte werden gesucht, die Möglichkeiten für Innovationen bieten. Der Markt wird anspruchsvoller und er verbreitert sich.

Im Dialog mit der Wohnungswirtschaft ist bereits ein Qualitätswettbewerb angestoßen worden. Mit 30% Eigentumsquote hat Stuttgart bereits einen Spitzenplatz unter deutschen Großstädten, zugleich ist aber auch ein qualitätsorientierter und rentabler Mietwohnungsbau erforderlich.

Durch vorausschauende Angebotsstreuung werden neue Marktsegmente angestoßen: Baugemeinschaften bieten neben dem schlüsselfertigen Bauen auf zusammenhängenden Arealen und in Baulücken ein neues, kostengünstige Angebote für selbst geplanter Wohnprojekte: Die Bürgerschaft baut wieder mit.

Durch den Standortwettbewerb wohnungspolitisch gefordert, beabsichtigt die Landeshauptstadt Stuttgart, durch eine vorausschauende Angebotssteuerung neue Marktsegmente zu erschließen. Dabei ist nicht alles mit Geld lösbar. Es braucht auch ein neues Verständnis für das künftige Wohnungsmarktgeschehen und eine systematische Suche nach konzeptionellen Antworten.

Innovative Reihenhaus-Architektur: Wohnsiedlung Im Raiser, S-ZuffenhausenVergrößernGeförderte Reihenhaus-Architektur: Wohnsiedlung Im Raiser, S-Zuffenhausen. Quelle: LHSGeförderte Reihenhaus-Architektur: Wohnsiedlung Im Raiser, S-Zuffenhausen. Quelle: LHS Rosenpark in Vaihingen-MitteVergrößernInnovatives Wohnen: Rosenpark in Vaihingen-Mitte. Quelle: LHSInnovatives Wohnen: Rosenpark in Vaihingen-Mitte. Quelle: LHS

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Der Strukturwandel produziert Wohnbauland

Die Trendwende zum "urbanen Wohnen" entspricht in Stuttgart seit Jahren auch dem Leitsatz einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Der Strukturwandel produziert Wohnbauland. Die Stadt urbanisiert sich von innen heraus auf "nachwachsenden Flächen", nicht allein bei der nördlichen Innenstadterweiterung "Stuttgart 21". So können Wohnbaukapazitäten auf nahezu 200 Bauflächen mit über 22.000 Wohneinheiten (WE) nachgewiesen werden, zuzüglich weiterer 5.000 WE in Baulücken und Flächenoptionen für ca. 5.000 WE beim künftigen Stadtumbau. Ins Blickfeld rücken die Sicherung vorhandenen Wohnraums durch Weiterentwicklung, die Wiederbelebung und "Neuerfindung" der Bestände und die Erhöhung der Bestandserneuerungsquote (in 26 Stadterneuerungsgebieten).

Darüber hinaus wird die Stuttgarter Stadtlandschaft mit ihren "inneren grünen Peripherien" ein strategischer Entwicklungsraum für urbanes Wohnen ("Doppelte Innenentwicklung"). Die ausgeprägten topografischen Qualitäten der Stadtlandschaft kompositorisch zu nutzen
und mit profilierten Wohnbauprojekten sichtbare Zeichen zu setzen, gehört zum Gestaltungsauftrag der Stadtentwicklungsplanung.

Wohnpotenziale für citynahes WohnenVergrößernWohnpotenziale für citynahes Wohnen. Quelle: LHSWohnpotenziale für citynahes Wohnen. Quelle: LHS

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urbanWohnen als Handlungsstrategie

Das Sachgebiet Stadtentwicklungsplanung erarbeitet referats-übergreifend das Konzept " urbanWohnen" (Leitziele des Wohnungsbaus und Umsetzungsstrategien für neue Wohnformen) und, daraus abgeleitet, Wohnungsberichte für Stadtbereiche und Standortprofile für Leitprojekte.
Wettbewerbs- und Workshopverfahren werden mit vorbereitet.
Darüber hinaus steht das die Abteilung Stadtentwicklungsplanung bei Befragungen und im Rahmen der laufenden Wohnungsmarktbeobachtung in enger Abstimmung mit dem Statistischen Amt und liefert die Grundlagen für Marktanalysen und Bedarfsprognosen. Beiträge zu einer sozial ausgewogenen Belegungspolitik und einer zielgruppen-bezogenen Wohnbauförderung werden erstellt. Dabei gewinnen auch Alternativformen zum sozialen Wohnungsbau und das Qualitäts- und Kostenmanagement zunehmend an Bedeutung.

Das Sachgebiet Stadtentwicklungsplanung steht zudem in einem Dialog mit der Wohnungswirtschaft zu Fragen des Bestandsmanagements sowie zu neuen Ansiedlungsverfahren. Es ist Kontaktadresse für Baugemeinschaften.

Konzept urbanWohnenVergrößernKonzept urbanWohnen. Quelle: LHSKonzept urbanWohnen. Quelle: LHS Stadtbaugruppen Olgäle 2012VergrößernStadtbaugruppen Olgäle 2012. Quelle: LHSStadtbaugruppen Olgäle 2012. Quelle: LHS

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