Stuttgart räumlich denken - Strukturkonzepte, Rahmenplanungen, Impulsprojekte

Der strategische Auftrag zur konzeptionellen Stadtentwicklung konzentriert sich in diesem Aufgabenfeld auf Fragen zum Grundgefüge der Stadt und zur Entwicklung der Stadtteile.

Dazu bedarf es der der aktiven Steuerung von Planungsprozessen sowie der Anwendung unterschiedlicher Konsolidierungs- und Allokationsstrategien.

Südheimer Platz nach der Umgestaltung: ein neuer StadtraumVergrößern
Südheimer Platz nach der Umgestaltung: ein neuer Stadtraum. Quelle: LHS

Strukturkonzepte

Einer der Arbeitsschwerpunkte ist die Betreuung und Fortschreibung der drei Strukturkonzepte (Nord, Neckartal, Filderebene), die aus der Bearbeitung der Leitprojekte des Stadtentwicklungskonzeptes Stuttgart (STEK) resultieren. Mit ihnen wird das räumlich-konzeptionelle Aufgabenfeld stärker in der Stuttgarter Stadtentwicklung verankert.

Die Konzeptionen sind eine erste Grundlage für die weitere Konkretisierung. Eine an den Verwaltungsbezirken orientierte Bearbeitung der Stadträume greift oftmals zu kurz, sodass der Fokus zusätzlich auf übergreifende Vertiefungsbereiche und Impulsprojekte gerichtet wird.

Das Aufgabenfeld widmet sich der Definition und Rahmenkonzeption für die Zielgebiete der Stadtentwicklung: Sie umfassen diejenigen Entwicklungsgebiete und Standorte, in denen eine Konzentration von Investitionen zur Umstrukturierung und Revitalisierung der Stadt, des Stadtumbaus und der Stadtgestaltung bevorsteht.

Auch werden bei der zukünftigen Projektplanung besondere thematische Schwerpunkte wie beispielsweise die energieeffiziente Siedlungsentwicklung verstärkt eingebracht.

Zentrale Einkaufsmeile: Blick vom Bahnhofsturm in die KönigstraßeVergrößern
Zentrale Einkaufsmeile: Blick vom Bahnhofsturm in die Königstraße. Quelle: LHS

Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass eine methodisch und fachinhaltlich klare, plantechnisch versierte und nicht zuletzt kommunalpolitisch abgestimmte Diskussion erforderlich ist, um die Zusammenarbeit mit den Planungsabteilungen und den Stadtbezirken zielführend zu gestalten und den Bürgern die Ergebnisse in der jeweiligen Komplexität vermitteln zu können.

Oftmals steht ein Konzept erst am Ende eines längeren Weges, auf dem sich die maßgeblichen Akteure verständigen müssen und die Konzeptfindung ein Werkstatt- und Dialogprozess ist.

Der doppelte Planungsansatz besteht darin, die übergreifenden städtebaulichen Entwicklungsvorstellungen als Orientierungsrahmen frühzeitig bzw. im Vorfeld einer Vielzahl an Planungsentscheidungen, formellen Planverfahren und konkreten Investitionsvorbereitungen verbindlich zu verankern und im Gegenstromprinzip, im Prozess der Zusammenarbeit mit den Planungsabteilungen, fortschreibbar und anpassbar zu halten. Nicht zuletzt dadurch erhält die Stadtentwicklungsplanung ihre konzeptionelle Wegweiserfunktion.

STEK: Leitprojekt Stuttgart NordVergrößern
STEK: Leitprojekt Stuttgart Nord. Quelle: LHS

Stuttgarter Gebietstypenplan

Auch die Fortschreibung des Stuttgarter Gebietstypenplans von 1979 und die Fortführung der Bautätigkeitsstatistik sind Teil der räumlichen Entwicklungsplanung und wichtige Voraussetzungen für die Ermittlung von Potenzialen in der Bestandsentwicklung in den Stadteilen.

Zudem sind sie erforderliche Grundlage zur Feinsteuerung der Stuttgarter Innenentwicklung und der Praktikabilität eines neuen Stuttgarter Modells der Innenentwicklung (SIM).

Der Schlossgarten mitten in der Stadt: Sommerfest am EckenseeVergrößern
Der Schlossgarten mitten in der Stadt: Sommerfest am Eckensee. Quelle: LHS

Stadtentwicklungspauschale

Dass die Stadtentwicklungsplanung auch beim operativen Geschäft wieder einen höheren Stellenwert erlangt, zeigt sich mit dem Förderinstrument der "Stadtentwicklungspauschale".

Im Sinne der erwähnten Reurbanisierungsstrategie soll sie gezielt bei der Verwirklichung des in den Wohnberichten insbesondere für die inneren Stuttgarter Stadtbezirke und Bad Cannstatt vorgezeichneten Qualitätsprogramms (z. B. zielgruppenbezogene Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung und Infrastrukturanpassung) eingesetzt werden und "Lücken" bei der klassischen Stadterneuerung oder Stadtgestaltung auffüllen.

Um geeignete Projekte zu identifizieren, wird nicht zuletzt auf Vorschläge der im Sachgebiet vertretenen sektoralen Aufgabenfelder zurückgegriffen.

Meeting-Place Kleiner SchlossplatzVergrößern
Meeting-Place Kleiner Schlossplatz. Quelle: LHS