Oskar Schlemmer

Oskar Schlemmer wurde am 4. September 1888 in Stuttgart geboren und starb am 13. April 1943 in Baden-Baden.

Der Maler, Plastiker und Bühnenbildner zählt neben Max Ackermann und Willi Baumeister zu den international anerkannten Vertretern klassischer Moderne des deutschen Südwestens. 1903 bis 1905 absolvierte es eine Lehre an der Kunstanstalt für Intarsien in Stuttgart und besuchte im Anschluss die Stuttgarter Kunstgewerbeschule. Von 1906 bis 1909 konnte Schlemmer mit Hilfe eines Stipendiums an der Stuttgarter Akademie der bildenden Künste studieren. Dort traf er mit Willy Baumeister und Otto Meyer-Amden zusammen mit dem er eine lebenslange Freundschaft aufrechterhielt. 1910 bis 1912 lässt Schlemmer sich von der Akademie beurlauben, um in Berlin selbständig weiterzuarbeiten. Nach seiner Rückkehr nach Stuttgart wird er der Meisterschüler von Adolf Hölzel und bleibt,bis auf eine vierjährige Kriegsunterbrechung, bis 1920 in Stuttgart. Während dieser Zeit machte er erste Tanzexperimente und Notizen über den Tanz. Es entstehen "Plan mit Figuren" und " Mann mit Fisch" sowie die ersten Plastiken.

Von 1921bis 1929 war Schlemmer am Staatlichen Bauhaus, das der Architekt Walter Gropius in Weimar durch Zusammenlegung der ehemaligen großherzoglichen Hochschule für bildende Kunst und der während des Krieges aufgelösten Kunstgewerbeschule gegründet hat. Bis 1922 hat er die künstlerische Leitung der Werkstatt für Wandmalerei inne, als Formmeister die Holz- und Steinbildhauerei in den folgenden drei Jahren und von 1923 bis 1929 leitete er die Bühnenwerkstatt. 1922 entwirft Oskar Schlemmer ein neues Bauhaus-Signet, es wird das offizielle Signet des Bauhauses. Im selben Jahr wird sein "Triadischen Balletts" in Stuttgart uraufgeführt.

Von 1929 bis 1932 war Schlemmer Professor an der Breslauer Akademie und Leiter der Bühnenklasse und Unterricht "Mensch und Raum". Anschließend hatte er eine Professor an den Vereinigten Staatsschulen für Kunst in Berlin inne, bis er von den Nationalsozialisten 1933 entlassen wurde.

In Breslau entstanden streng konstruktive Wandgestaltungen Schlemmers, aber auch monumentale, vielfigurige Kompositionen wie die "Frauenschule" (1930), die "Gruppe mit blauem Ekstatiker" (1931), die Schlemmer als sein "schlesisches Barock" bezeichnet hat, sowie die Reihe der Bilder mit Treppen- und Geländermotiven (1931/32). Dazu gehört sein wohl bekanntestes Gemälde "Bauhaustreppe" (1932, Museum of Modern Art, New York). In der Zeit des Nationalsozialismus waren seine Werke als "entartete Kunst" verfemt. 1936 siedelte Schlemmer nach Sehringen/Baden über.

Oskar Schlemmer starb am 13. April 1943, fast mittellos, in Baden-Baden im Alter von 54 Jahren.