Überwachung des fließenden Verkehrs

Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptunfallursachen, weshalb die Verkehrsüberwachung der Stadt Stuttgart diesem Überwachungsbereich unter Berücksichtigung der personellen und sachlichen Möglichkeiten besondere Aufmerksamkeit schenkt. Eine Verbesserung der Verkehrsdisziplin und der Verkehrssicherheit sind erfahrungsgemäß nur durch eine entsprechende Schwerpunktsetzung sowie durch zielgerichtete Maßnahmen erreichbar. Bei der Geschwindigkeitsüberwachung orientiert sich die Verkehrsüberwachung an dieser Zielsetzung.

Stationäre Geschwindigkeitsüberwachung

Die stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen wurden aus Gründen der Verkehrssicherheit als auch des Emissionsschutzes (6 Standorte zur Verringerung von Lärm- und Abgasemissionen auf der B10, B14 und B19/B27) erstellt. Grundsätzlich jedoch nur an Standorten, an denen es aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit immer wieder zu Verkehrsunfällen kam und eine Reduzierung der Geschwindigkeitsverstöße nicht durch bauliche Maßnahmen erreicht werden konnte.

Mobile Geschwindigkeitsüberwachung

Die mobile Geschwindigkeitsüberwachung (GÜ) der Verkehrsüberwachung führt insbesondere Messungen in Tempo 30-Zonen, verkehrsberuhigten Bereichen und auf Vorbehaltsstraßen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen nach dem Luftreinhalteplan durch. Dabei werden mit Blick auf verkehrssicherheitstechnische Aspekte in Abstimmung mit der Dienststelle Verkehrsregelung und -management Schulwege oder Straßen, die direkt an Schulen angrenzen, regelmäßig bei der Einsatzplanung berücksichtigt. Jeweils zum Schulbeginn nach den Ferien werden die Schulwege der Grund- und Hauptschulen intensiver überwacht.

Zudem werden Geschwindigkeitskontrollen insbesondere an Unfallschwerpunkten (in Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Stuttgart), Kindergärten und Altenheimen durchgeführt.

Darüber hinaus reagiert die mobile GÜ in den letzten Jahren bei der Erstellung der Einsatzplanung auch verstärkt auf Beschwerden von Bürgern, die sich über Raser in ihrer Straße beklagen und führt Messungen in den entsprechenden Straßenabschnitten durch. Die Messungen erfolgen zeitnah, soweit dies im Rahmen der personellen und sachlichen Ressourcen möglich ist, da zurzeit ca. 1500 Straßen im gesamten Stadtgebiet bei der Einsatzplanung der mobilen GÜ zu berücksichtigen sind

Rotlichtüberwachung

Im Stadtgebiet werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt vier Kreuzungsbereiche durch Rotlichtüberwachungsanlagen überwacht. Die Errichtung einer stationären Rotlichtüberwachungsanlage kommt nur aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen dort in Betracht, wo Auffälligkeiten in der Verkehrsunfallentwicklung bestehen, die auf die Missachtung des Rotlichts zurückzuführen sind.