Stadtteilpartnerschaft mit dem XI. Bezirk Budapest

Das ungarische Kulturinstitut in Stuttgart ergriff 1995 die Initiative zur Begründung einer Städtepartnerschaft mit Stuttgart. Da die generelle Beschlusslage des Gemeinderats neue Städtepartnerschaften nicht zulässt, kam vom Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt Stuttgart die Anregung, zwischen den beiden Stadtbezirken XI. Bezirk Budapest und Stadtbezirk Bad Cannstatt eine partnerschaftsähnliche Verbindung einzugehen. Die beiden Stadtbezirke weisen die größten Mineralwasservorkommen Europas auf.

Im November 1995 besuchte eine Vertretung des Stadtbezirks Bad Cannstatt den XI. Stadtbezirk zur Vorbereitung der Aufnahme solcher freundschaftlicher Beziehungen. Im Mai 1996 fand dann der Gegenbesuch einer ungarischen Delegation des XI. Bezirks Budapest in Bad Cannstatt statt. Bei diesem Treffen wurde die Vereinbarung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit urkundlich besiegelt.

In den Jahren des Bestehens dieser Partnerschaft fand ein reger Austausch auf vielen Gebieten statt. Durch regelmässige gegenseitige Besuche von Vereinen, Künstlern und Vertretern anderer öffentlicher Einrichtungen sowie der Politik vertieften sich diese Beziehungen immer weiter und es entstanden freundschaftliche Kontakte. Der Austausch wurde mittlerweile auf Schulklassen, Lehrer und Erzieher erweitert.

Im Jahre 2005 gab sich der XI. Bezirk Budapests in einer feierlichen Zeremonie den Namen Újbuda. Der Stadtbezirk Újbuda mit seinen knapp 135.000 Einwohnern ist ein grüner Bezirk. Es gibt auf den etwa 34 Quadratkilometern Fläche viele Parks, kleinere Berge und Seen, das Donauufer, mehrere Quellen, zwei Naturschutzgebiete, eine Gartenstadt, außerdem ein Hallenbad und Heilbäder. Es gibt wenig Industrie und ein zentrales Viertel mit dem Verkehrszentrum. Weiterhin gibt es ein eigenes Krankenhaus, mehrere Kirchen, Theater, Baudenkmäler und Sportflächen.

Die Kontakte mit den Menschen und Repräsentanten aus Újbuda sind in den Jahren des Bestehens dieser freundschaftlichen Arbeitsbeziehungen sehr eng geworden und werden auf allen Ebenen weiter vertieft. 

Bad mit Empore und SäulenVergrößern
Gellert-Bad. Foto: Thomas Jakob

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