Ceresbrunnen

Der Ceresbrunnen - eine Majolika-Arbeit (zinnglasierte Töpferei) - wurde 1916 in der Markthalle zwischen den Treppenaufgängen zur Empore erbaut. In der Mitte eines halbrunden Brunnentrogs steht auf einem Podest die Figurengruppe der römischen Göttin Ceres mit zwei Knaben. Ceres ist die Göttin der Erde und Früchte. Der Brunnentrog und die Flügelwände sind mit aufwändig verzierten Majolika-Fliesen verkleidet. Die Fliesenornamentik stellt unter anderem Gänse, Hühner oder einen Fisch dar.

Nachdem der Brunnen 1944 durch den Krieg vollkommen zerstört wurde, startete der Förderverein Alt Stuttgart eine Initiative für den Wiederaufbau. Im Dezember 2006 konnte zunächst der Rohbau des Brunnens in Betrieb genommen werden. Die Figurengruppe und Fliesenverkleidung wurden in den Folgejahren 2007 bis 2009 als Keramik-Replik vom Bildhauer Herbert Rauer nachgebildet. Am 29. März 2009 wurde die komplette Brunnenanlage durch den badenwürttembergischen Ministerpräsidenten Herrn Günther Oettinger feierlich eingeweiht. Finanziert wurde der Wiederaufbau durch Spendengelder in Höhe von ca. 400.000 €.

Standort: Dorotheenstraße 4 /
in der Markthalle
Stadtbezirk: Stuttgart-Mitte
Entworfen/realisiert: 1916
Entwurf/Realisation: Prof. Ulfert Janssen
Erneuert/saniert: 2009
Unterhaltung: Tiefbauamt

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Ceresbrunnen
 
 

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