Die 58 Zentimeter hohe Figurengruppe von Ernst Barlach besteht aus zwei Mönchen, welche in ein Buch vertieft sind. Sie sitzen auf einer flachen Bank, welche auf einem kleinen rechteckigen Sockel steht.
Die Schultern der beiden Männer treffen sich, da der Lehrer dem Schüler über die Schulter schaut. Durch Haltung und Form entsteht ein innerer Zusammenhang.
Die Unterschiede werden einem erst auf den zweiten Blick gewahr. Der Jüngere links hält mit seiner rechten Hand das Buch fest, der Ältere hat seine Hände im Schoß gefaltet. Mit konzentrierter Miene nehmen sie beide an der stillen Andacht teil. Die Gewänder der Ordensbrüder fallen in langen Falten bis auf den Boden hinab. Dadurch entsteht ein blockhafte Charakter. Das Buch springt als einzige eckige Form und im Mittelpunkt der Plastik ins Auge. Es bildet formal die Brücke zwischen den beiden lesenden Mönchen.
Auf der bronzenen Oberfläche reflektiert und spiegelt sich das Licht. Aber es sind auch Arbeitsspuren auf der Patina zu erkennen. Die Hände, die Gesichter und die Buchoberfläche sind fein ausgearbeitet, wogegen das Haar gröbere Strukturen aufweist.
Die Bronze-Plastik
Lesende Mönche wurde 1961 von der Max-Kade Stiftung angekauft und im Foyer der Universitätsbibliothek aufgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde sie im selben Jahr an die ruhigere Stelle vor dem Direktorenzimmer der Universitätsbibliothek versetzt.
| Künstler | Ernst Barlach |
| Titel | Lesende Mönche |
| Jahr | 1932 |
| Material | Bronze |
| Maße | 0,58 x 0,44 x 0,34 m |
| Standort | Universitätsbibliothek, vor dem Direktorenzimmer,Holzgartenstraße 16, Stuttgart-Mitte |
| Eigentümer | Vermögen und Bau Baden-Württemberg |