Architekt der Moderne
Le Corbusier (1887 - 1965), beeinflusste maßgeblich die Architektur und den Städtebau des 20. Jahrhunderts, obwohl er nie ein Studium in diesen Disziplinen absolvierte. Nach einer kunstgewerblichen Ausbildung an der Ecole d'Art in seiner Heimatstadt La Chaux-de-Fonds in der Schweiz, die sein architektonisches Interesse weckte, übersiedelte Le Corbusier 1917 nach Paris und wurde zu einem Wegbereiter der Avantgarde in Kunst und Architektur.
Er wirkte als Architekt, Stadtplaner, Maler, Bildhauer und Möbeldesigner. Sein Schaffen wendet sich gegen jede individuelle Sentimentalität und sucht nach generellen und reproduzierbaren Lösungen. Mit seinen Bauten, einer Vielzahl radikaler Projektideen und seinen theoretischen Schriften wurde Le Corbusier wie kaum ein anderer zum prägenden Kopf der modernen Architektur.
Er hat ein Werk hinterlassen, das weniger durch seinen zahlenmäßigen Umfang an Bauten als durch deren konzeptionellen und gestalterischen Geist hervortritt. Einige seiner Bauten sind in das kollektive kulturelle Gedächtnis des 20. Jahrhunderts eingegangen.
Von Anfang seines künstlerischen Schaffens an befasste sich Le Corbusier mit Proportionsstudien und modularen Systemen. In den 1940er Jahren entwickelte er den "Modulor” als eine universelle Maßordnung. Ausgehend von den Proportionen des menschlichen Körpers und dem Goldenen Schnitt definierte Le Corbusier harmonische Zahlenreihen. Sie wurden Grundlage seiner Architekturentwürfe und bestimmten Maße von Baukörpern und Bauteilen.
Näheres zum "Modulor" unter WIKIPEDIA