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Zur Aufnahme in das Welterbe vorgeschlagenen Werke Le Corbusiers

Die zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes vorgeschlagene Serie, die ursprünglich 22 Bestandteile umfasste, wurde auf Empfehlung des Welterbekomitees verringert. In die Serie sind nun 19 seiner bedeutsamsten Bauten und Bauensembles in sechs Staaten aufgenommen, welche in besonderer Weise die Universalität des Denkens Le Corbusiers demonstrieren.

In chronologischer Reihenfolge sind folgende Bauwerke im Antrag berücksichtigt:

-  (  1) Haus Jeanneret-Perret, La Chaux-de-Fonds, Schweiz,1912
-  (  2) Haus La Roche und Jeanneret, Paris, Frankreich, 1923
-  (  3) Kleine Villa am Genfer See, Corseaux, Schweiz, 1923
-  (  4) Siedlung Frugès, Pessac, Frankreich, 1924
-  (  5) Haus Guiette, Antwerpen, Belgien, 1926
-  (  6) Häuser in der Weissenhofsiedlung, Stuttgart, Deutschland, 1927    
-  (  7) Villa Savoye und Pförtnerhaus Typ CIAM, Poissy, Frankreich, 1928
-  (  8) Mietshaus "La Clarté », Genf, Schweiz, 1930
-  (  9) Studentenheim "Pavillon Suisse", Paris, Frankreich, 1930
-  (10) Mietshaus an der Porte Molitor, Paris, Frankreich, 1931
-  (11) Unité d'habitation, Marseille, Frankreich, 1945
-  (12) Fabrikgebäude Duval, Saint-Dié-des-Vosges, Frankreich, 1946
-  (13) Haus Currutchet, La Plata, Argentinien, 1949
-  (14) Kapelle Notre-Dame-du-Haut, Ronchamp, Frankreich, 1950
-  (15) Häuser Jaoul, Neully-sur-Seine, Frankreich, 1951
-  (16) Ferienhaus Le Corbusier ("Cabanon"), Roquebrune Cap-Martin, Frankreich, 1951
 - (17) Kloster Sainte-Marie-de-la-Tourette, Eveux-sur-Arbresle, Frankreich, 1953
-  (18) Nationalmuseum für westliche Kunst, Tokio, Japan, 1959
-  (19) Zentrum für körperliche und geistige Erhohlung, Firminy, Frankreich, 1953 -1965

Diese Serie ist geeignet, den herausragenden universellen Wert des architektonischen Werks Le Corbusiers zu begründen. Gleichwohl ist der Antrag so angelegt, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt weitere Staaten beteiligen könnten und das Welterbekomitee die Serie erweitern könnte. Dies gilt insbesondere für Indien, wo Le Corbusier in der von ihm neu geplanten Stadt Chandigarh mit Regierungsgebäuden (Capitol, 1951 - 1965) einige seiner Hauptwerke hinterlassen hat. Indien hatte 2008 seine Beteiligung am Antrag kurzfristig und ohne Begründung zurückgezogen. Auch die Mitwirkung Russlands, wo Le Corbusier 1930 in Moskau das " Haus des Centrosoyus" als damals einem der größten Bauten weltweit realisierte, wäre interessant. Die Vielzahl wertvoller Gebäude der frühen Moderne genießen allerdings heute in Russland kaum Schutz. Daneben ist an die USA (Visual-Arts-Center der Universität Harvard, Cambridge, 1961) und Tunesien (Villa Baizeau, Kathago, 1928) zu denken.

Maison GuietteVergrößernMaison Guiette Foto: LHSMaison Guiette Foto: LHS Villa Savoye et pavillon du gardienVergrößernVilla Savoye et pavillon du gardien Foto: LHSVilla Savoye et pavillon du gardien Foto: LHS Siedlung in FrugèsVergrößernSiedlung in Frugès Foto: LHSSiedlung in Frugès Foto: LHS Unité d'habititation MarseilleVergrößernUnité d'habititation Marseille Foto: LHSUnité d'habititation Marseille Foto: LHS Chapelle Notre-Dame du Haut RonchampVergrößernChapelle Notre-Dame du Haut Ronchamp Foto: LHSChapelle Notre-Dame du Haut Ronchamp Foto: LHS Nationalmuseum für westliche Kunst in TokioVergrößernNationalmuseum für westliche Kunst in Tokio Foto: LHSNationalmuseum für westliche Kunst in Tokio Foto: LHS

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