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Das UNESCO-Welterbe

Die Welterbeliste

Die Welterbeliste der UNESCO umfasst 911 Welterbestätten in 151 Staaten, davon gehören 704 Stätten zum Weltkulturerbe und 180 zum Weltnaturerbe. Weitere 27 Stätten gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. Staaten, die dem "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" vom 6. November 1972 beigetreten sind, können je Jahr zwei Anträge für Kultur- und Naturdenkmäler stellen.

Als Sekretariat fungiert das Welterbezentrum in Paris. Die Entscheidung zur Aufnahme (oder Aberkennung)  einer Welterbestätte trifft das Welterbekomitee, das sich in einem rollierenden System aus 21 der UNESCO-Staaten zusammensetzt.

Entscheidungen werden durch Gutachten von ICOMOS (International Council on Monuments and Sites), ICCROM (International Centre for the Study of Preservation and Restoration of Cultural Property) sowie IUCN (International Union for Conservation of Nature) vorbereitet.

Welterbe in Deutschland und Baden-Württemberg

Die Bundesrepublik Deutschland ist 1976 dem Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt beigetreten. Seither wurden in Deutschland insgesamt 33 Denkmäler in der Welterbeliste aufgenommen. Davon liegen derzeit drei in Baden-Württemberg. Seit 1994 gehören das Kloster Maulbronn, seit 2001 die Klosterinsel Reichenau und seit 2005 der Obergermanisch-Rätische Limes zum UNESCO-Welterbe. Neben dem transnationalen Antrag zum Werk Le Corbusiers ist Baden-Württemberg an einem weiteren transnationalen Antrag zu prähistorischen Pfahlbauten im Alpenraum beteiligt (Prehistoric Pile Dwellings around the Alps). Auch dieser Antrag liegt dem Welterbekomitee 2011 zur Entscheidung vor.

Welterbekarte der UNESCOVergrößernWelterbekarte-Poster. Quelle: UNESCOWelterbekarte-Poster. Quelle: UNESCO

Das 20. Jahrhundert als Welterbe

Der Antrag über das Werk Le Corbusiers entspricht der UNESCO-Strategie, Zeugnisse des 20. Jahrhunderts angemessen in die Welterbeliste zu berücksichtigen. Seit 1979 wurden insgesamt 20 Stätten unterschiedlichster Art als Welterbe anerkannt, die sich auf das letzte Jahrhundert beziehen. Mit Blick auf das Werk Le Corbusiers sind insbesondere die Welterbestätten Brasilia/Brasilien (1987), das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau (1996), das Rietvelt-Schröder-Haus in Utrecht/Niederlande (2000), die Villa Tugendhat in Brno/Brünn/Tschechien (2001), die "Weiße Stadt" in Tel Aviv/Israel (2003) und der Wiederaufbau Le Havres durch Auguste Perret (2005) von Bedeutung. Jüngst erhielten die Oper in Sydney (2007) sowie sechs Siedlungen der Berliner Moderne" (2008) das UNESCO-Label. 2011 wird über den nationalen Antrag Deutschlands entschieden, das Faguswerk, 1911 von Walter Gropius in Ahlsfeld errichtet, in die Welterbeliste einzuschreiben.

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Die 33 UNESCO-Welterbestätten in Deutschland
 

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