Eva Zippel: Zueinander, 1971

Die Bronze-Skulptur Zueinander von Eva Zippel thematisiert den Gedanken der Staatenbildung. Insofern hat sie im Foyer des Hauptstaatsarchivs den idealen Platz, denn für die Künstlerin sind die Dokumente im Archiv Zeugnisse der Staatenbildung. Um dieses Thema zu verbildlichen wählte Eva Zippel raumgreifende Wucherformen mit vegetativen Auswüchsen. Diese organischen Formen bilden einen symbolischen Bezug zur menschlichen Gesellschaftsbildung. Das Werk wurde vom Land Baden-Württemberg für diesen Standort in Auftrag gegeben und 1971 aufgestellt.

Beschreibung

Die Doppelplastik Zueinander befindet sich in der Eingangshalle des Hauptstaatsarchivs unter dem Treppenaufgang. Der Werkstoff Bronze behauptet sich gegenüber Holz, Beton, Klinker und Granit - wirkt aber nicht aufdringlich.

Die Stuttgarter Künstlerin hat diese zweiteilige, organische Skulptur als Symbol der wachsenden Gemeinschaft verstanden. Sie setzt es in einen Bezug zu dem Inhalt der Dokumente im Hauptstaatsarchiv, die als Zeugnisse von Staatenbildungen ein Zueinander der Menschen beinhalten.

Die Plastik besteht aus zwei korallenartigen, fünffingrigen Elementen. Das größere Objekt wächst aus dem Boden und das kleinere direkt darüber aus der Wand. Die fünf Enden laufen nicht spitz zu, sondern sind gerade abgeschnitten. Die Schnittflächen sind im Gegensatz zur übrigen Plastik glatt poliert und glänzen. Die Künstlerin versteht die polierten Flächen als Ende des Wachstums.

Technische Daten
Künstler Eva Zippel
Titel Zueinander
Jahr 1971
Material Bronze
Standort Foyer Hauptstaatsarchiv, Konrad-Adenauer-Straße 4, Stuttgart-Mitte
Eigentümer Land Baden-Württemberg

 
 

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