Familienförderung

Die Förderung von Familien im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe richtet sich zum einen auf die Unterstützung und Beratung der Eltern bei der Erziehung. Zum anderen zielt sie auf den Erhalt und die Schaffung positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt (§ 1 Sozialgesetzbuch VIII).

Die Jugendhilfeplanung setzt beim Ausbau und der Weiterentwicklung der Angebote darauf, Familien so früh als möglich durch differenzierte Angebote der Beratung, Begegnung, Bildung und Entlastung zu unterstützen. Dabei ist die spezifische Bedarfssituation im Stadtteil sowie ein möglichst niedrigschwelliger Zugang für Familien zu berücksichtigen.


Angebote der Familienförderung

Neben der Kindertagesbetreuung, der Jugendarbeit und den Hilfen zur Erziehung umfasst Familienförderung folgende Angebote:

  • Beratungsangebote

    Hierzu zählen Schwangerenberatungsstellen (Jugendamt und freie Träger), psychosoziale Beratungsstellen (Beratungszentren des Jugendamtes, Familien- und Lebensberatungsstellen der freien Träger) sowie spezifische Beratungsangebote (zum Beispiel Kinderschutzzentrum). Beratungsangebote der Gesundheitshilfe für Familien sind beispielsweise die interdisziplinäre Frühförderstelle, der kinder- und jugendärzliche Dienst des Gesundheitsamtes oder die Babysprechstunde des Olgahospitals.
  • Angebote für allein erziehende Mütter und Väter

    Bei den spezifischen Angeboten für allein erziehende Mütter und Väter handelt es sich insbesondere um die vier Wohnanlagen für Alleinerziehende, die Beratungsstelle des Sozialdienstes Katholischer Frauen und um Beratungsangebote zum beruflichen Wiedereinstieg. Darüber hinaus werden für diese Zielgruppe eine Vielzahl von Kurs- und Gruppenangeboten bei den Elternbildungseinrichtungen und in den Stadtteil- und Familienzentren angeboten.

  • Stadtteil- und Familienzentren

    In Stuttgart gibt es 15 Stadtteil- und Familienzentren oder Stadtteiltreffs. Sie sind Orte der Begegnung und des Austauschs und dienen der Förderung der Familienselbsthilfe. Neben offenen Treffs gibt es vielfältige Freizeit- und Kursangebote.
  • Familienbildung

    Anbieter der Familienbildung sind vor allem das Elternseminar des Jugendamtes, das Haus der Familie, das Eltern-Kind-Zentrum West und andere Stadtteil- und Familienzentren, die katholischen und evangelischen Bildungswerke, aber auch die Geburtskliniken mit ihren Elternschulen oder Hebammenpraxen. Inhaltliche Schwerpunkte sind: Stärkung der Elternkompetenz, PEKIP Kurse, Grundlagen frühkindlicher Förderung (Pflege, Ernährung, Bewegung), Sprachentwicklung.
  • Angebote der Familienentlastung

    Hierzu zählen die Angebote Familienhebamme und Familienkrankenschwester, die gesundheitliche, medizinisch-soziale oder psychosoziale Hilfeleistungen anbieten. Im Rahmen des Landesprogramm Stärke gibt es Angebote zur Alltagsbewältigung für Familien in besonderen Lebenslagen. Darüber hinaus stehen in Stuttgart Unterstützungsleistungen zur Verfügung, wie zum Beispiel durch das Projekt wellcome (Träger Haus der Familie) oder das Familienpatenschaftsprojekt - Initiative Z (Träger Elternseminar), die durch geschulte ehrenamtlich tätige Personen geleistet werden.
    Mehr Informationen zu den Angeboten und zur frühen Förderung in Stuttgart unter:


Landesprogramm Stärke zur Förderung von Elternkompetenzen

Das Landesprogramm STÄRKE hat zum Ziel durch STÄRKUNG der Elternkompetenzen, insbesondere der Erziehungskompetenz, die Kinder zu stärken und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern. Das Programm enthält drei Komponenten:

1.    Kurse für Eltern von Kindern im 1. Lebensjahr
2.    Offene Treffs
3.    Kurse für Eltern in besonderen Lebenssituationen

Landesprogramm Stärke - Logo

Gremien/Vernetzung/Kooperation

  • Handlungsfeldkonferenzen "Beratung - Soziale Dienste" in allen Stadtbezirken
  • Arbeitsgemeinschaft Allgemeine Familien- und Lebensberatung
  • Ämterübergreifende Projektgruppe Frühe Förderung von Familien
  • Arbeitsgemeinschaft Frühe Hilfen


Aktuelle Entwicklungsthemen