Internationalität als Vorteil für den Wirtschaftsstandort

Im Hinblick auf Standortentscheidungen werden Städte zunehmend auch aufgrund ihres internationalen Flairs, ihrer Innovationsbereitschaft und ihrer Offenheit gegenüber modernen interkulturellen Lebensformen beurteilt. Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region Stuttgart sind unter den Top 10 der High-Tech-Standorte in Europa. Als exportstärkste Region in Deutschland stehen wir im internationalen Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsstandorten in Europa und der Welt. Dies schließt den Wettbewerb um "kreative Köpfe" und Bildungseliten mit ein. Unternehmen werden - zunehmend auch auf der Führungsetage - international, und bei der Gründung von kleineren und mittleren Unternehmen spielen nichtdeutsche Selbstständige eine immer wichtigere Rolle.

Drei große "T"

Drei große "T" machen Stuttgarts Standortvorteil aus: moderne Technologien, die Talente unserer Bürgerinnen und Bürger mit und ohne deutschen Pass und eine ausgeprägte Toleranz in Bezug auf das Zusammenleben in kultureller Vielfalt. Kulturelle Vielfalt bedeutet Bereicherung und damit zugleich eine Verbesserung der Lebensqualität, aber auch ein Erfordernis für persönliche und gesellschaftliche Entwicklung. Durch den Dialog mit anderen Kulturen erweitern alle Bevölkerungsgruppen ihr Repertoire an Handlungsmöglichkeiten und Fähigkeiten.

Die wachsende Internationalität wird auch deutlich sichtbar an der globalen Ausrichtung unserer Unternehmen und unserer wissenschaftlichen Einrichtungen. So haben Stuttgarter Unternehmen über 1.500 Zweigbetriebe und Repräsentanzen in 175 Ländern.

Migrantenökonomie in Stuttgart

Die wachsende Bedeutung der Migrantenökonomie in der Wirtschaftspolitik und Forschung macht deutlich, dass ein enormer Handlungsbedarf in der Umsetzung von geeigneten Maßnahmen und Programmen zur Belebung und Unterstützung des migrantischen Unternehmertums herrscht. Trotz der zunehmenden ökonomischen Bedeutung sind Informationen über Migrantenunternehmen in vielen deutschen Großstädten nur unzureichend vorhanden, wie etwa Daten über den Anteil der Migrantenunternehmen, Strukturen dieser Betriebe, Probleme und Hürden bei Unternehmensgründungen oder ihre Rolle als Arbeitgeber und Ausbilder. 
 

Potentiale im Bereich von Ausbildungs- bis hin zu Arbeitsplätzen müssen genutzt werden. Gleichzeitig müssen spezifische Angebote entwickelt und zur Verfügung gestellt werden, die migrantisches Unternehmertum nachhaltig fördern. Fragen nach speziellen Angeboten für Existenzgründer, nach Vergabekriterien für Mikrokredite oder beraterische Unterstützungsangebote von Seiten der Kommune stehen zur Diskussion, die es zu beantworten gilt.     
 

Grundvoraussetzung ist die Sensibilisierung aller beteiligten Akteure und die Etablierung von Informations- und Kommunikationskanälen, die auf kommunaler Ebene verbindliche Strukturen erzeugen. Es gilt, die Migrantenökonomie als einen festen Bestandteil in der kommunalen Integrations- und Wirtschaftspolitik nachhaltig zu etablieren.

Ansprechpartner:
Herr Dr. Levent Günes

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