Schulentwicklungprozesse: Geförderte Projekte im Rahmen der interkulturellen Schulentwicklung
- Projekt: Schule auf neuen Wegen im Stadtteil
- Projekt: Schule als bedeutsamer, erfahrbarer und gestaltbarer Lebens- und Lernort
- Projekt: Kulturelle Öffnung durch Sprache - Muttersprachen, die Wurzeln der Seele
- Projekt: Bildungspartnerschaft im Stuttgarter Süden
- Projekt: Sprachförderung für Kinder im letzten Kindergartenjahr
- Projekt: Von der Klassengemeinschaft zur Schulgemeinschaft
- Projekt: Kultur macht Schule
- Projekt: Neustrukturierung des Tagesablaufs in Schule und Hort
- Projekt: Entwicklung zur Ganztagesschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt
Projekt: Schule auf neuen Wegen im Stadtteil
Pragschule - zirka 240 Schüler in 11 Klassen in Kooperation mit dem Familien- und Stadtteilzentrum Nord
Vor dem Hintergrund des übergreifenden Ziels, Kinder durch Schule in bestmöglicher Weise zu fördern, zu fordern und wertzuschätzen, sind die Bemühungen umso erfolgreicher, je mehr es gelingt, Eltern einzubeziehen und die schulischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote mit denen des Stadtteils zu vernetzen. Formelles und informelles Lernen werden im Stadtteil verknüpft. Voraussetzungen und Bedingungen einer gelingenden Bildungsbiografie sollen günstig gestaltet und dem Schulkind ein Umfeld angeboten werden, das "es unmöglich macht, nicht zu lernen".Der Schulentwicklungsprozess versteht sich als Teil des Entwicklungsprozesses des Stadtteils. Dabei besteht ein intensives Kooperationsverhältnis zum Familien- und Stadtteilzentrum Nord. Mit diesem Projekt wird das Konzept eines "Familiennetzwerkes Stuttgart-Nord" intensiviert.
Diese Zielsetzung soll zum Beispiel erreicht werden durch
- qualitative Weiterentwicklung des Unterrichts
- Förderung und Begleitung der Schüler durch pädagogische Begleiter Ausbau der Lernangebote im Stadtteil
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit Eltern; vernetzte Bildungs- und Informationsangebote für Eltern mit Migrationshintergrund in Schule und Stadtteil
- Prozessbegleitung und Evaluation
Projekt: Schule als bedeutsamer, erfahrbarer und gestaltbarer Lebens- und Lernort
Carl-Benz-Schule gebundene Ganztagesschule zirka 310 Kinder in 16 Klassen, davon zwei Kleinklassen und zwei Spracheingangsklassen in Kooperation mit der Jugendhaus gGmbH; Jugendhilfe Hallschlag e.V.
Das Schulentwicklungsvorhaben ist in einen Leitbildentwicklungsprozess der Schule eingebettet und zielt auf die Entwicklung von Konzepten und Innovationsvorhaben der Schule als Ganztagsschule ab. Diese beziehen sich auf die Felder Unterricht, Teilhabe der Schüler/-innen, außerschulisches Lernen und das Einbeziehen der Eltern. Dabei sollen unter anderem folgende Innovationen und Verbesserungen entwickelt und umgesetzt werden:- Konzepte zur Sprachentwicklung unter Einsatz von Sprachtherapeuten
- Weiterentwicklung einer Dokumentation der individuellen Lernentwicklung und sich daraus ergebende Förderpläne
- Erstellung eines Methodencurriculums als Teil des "Lernen lernens"
- Schaffung eines Schulparlaments
- Etablierung außerschulischer Lernorte
- Einrichtung einer "Elternschule" zur stärkeren Einbindung der Eltern in das Schulleben
- Weiterentwicklung der Betreuungszeiten der Ganztagsschule
Projekt: Kulturelle Öffnung durch Sprache - Muttersprachen, die Wurzeln der Seele
Wilhelmsschule Untertürkheim zirka280 Schüler in 12 bis 14 Klassen, davon zwei Grundschulförderklassen in Kooperation mit der Stadtteilbücherei Untertürkheim
Vor dem Hintergrund des hohen Migrantenanteils versteht sich die Schule als "Schule der Vielfalt"; der Lebensweltbezug in die kulturellen Gegebenheiten der Familien wird betont. Eine Zielsetzung des Vorhabens besteht darin, dass unter Wahrung der unterschiedlichen Traditionen durch verschiedene Sprach- und Ausdrucksformen Brücken zu kultureller Gemeinsamkeit gefunden werden. Dies soll beispielsweise erreicht werden durch:- Intensivierung der Kooperationen im Stadtteil, insbesondere zur Stadtteilbücherei
- Thematisierung der Muttersprachen
- Einbezug der Eltern durch Kurse und außerschulische Veranstaltungen
Projekt: Bildungspartnerschaft im Stuttgarter Süden
Römerschule offene Ganztagesbetreuung, zirka 320 Schüler in 14 Klassen, eine Grundschulförderklasse. In Kooperation mit der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder Immenhoferstraße/ Zellerstraße, dem Evangelischen Kindergarten Markus, dem Katholischen Kindergarten St. Maria und dem Montessori Kinderhaus.
- Römerschule
- Tageseinrichtung für Kinder Zellerstraße
- Evangelischer Markuskindergarten Liststraße
- Kinderhaus St. Paul Mühlrain
- Montessori Kinderhaus Stuttgart Mitte e.V.
Das Vorhaben soll auch durch gemeinsame Fortbildungen von Lehrkräften und Erzieher/-innen erreicht werden. Dies ermöglicht gemeinsames Handeln; Lehrkräfte und Erzieherinnen lernen voneinander.
Projekt: Sprachförderung für Kinder im letzten Kindergartenjahr
Franz-Schubert- Schule, zirka 200 Schüler in 9 Klassen in Kooperation mit dem Evangelischen Kindergarten der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik und der Botnanger Kinderbetreuung e.V.
Kinder im letzten Kindergartenjahr sollen eine sprachliche Förderung erhalten, um Zurückstellungen zu vermeiden und die Chance auf einen erfolgreichen Schulstart zu verbessern. In diesem Kontext wird die Sprachförderung intensiviert. In enger Kooperation mit den Kitas soll die altersgemäße sprachliche Förderung in schulischen Räumen und von besonders geschulten Lehrkräften oder anderen geeigneten Fachkräften intensiviert und ausgebaut werden.Nach Abschluss des Projektes erfolgt eine Auswertung, um die Ergebnisse als Bestandteil des Schulprofils dauerhaft aufzunehmen.
Projekt: Lernwerkstatt und mobile Themenkisten Grundschule Burgholzhof, ca. 200 Schüler in 8 Klassen In Fortführung der Verbesserung der Unterrichtsqualität zielt das Vorhaben unter Schwerpunktsetzung der Schülerorientierung auf die Einrichtung einer Lernwerkstatt und mobiler Lernkisten. Dies stellt für Kinder ein Impuls für die Entdeckung neuer Fähigkeiten und eine Brücke zu ihrer Lebenswelt dar. Auch für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern kann die Lernwerkstatt ein Einstieg sein, sich mit neuen Themen zu beschäftigen. Diese Ziele sollen beispielsweise mit - Jahrgangsschubladen - Forschertischen oder - Themenkisten konkretisiert werden. Angebote zum außerschulischen Lernen und Angebote für Eltern finden ebenfalls Berücksichtigung. Eine Prozessbegleitung ist vorgesehen. Das Projekt soll nach Ablauf in ein dauerhaftes Angebot übergeführt werden
Projekt: Von der Klassengemeinschaft zur Schulgemeinschaft
Grund- und Hauptschule Ostheim, zirka 345 Schüler in 17 Klassen im Grundschulbereich, zwei Grundschulförderklassen in Kooperation mit der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart.
Eltern werden aktiviert; eine Kultur der Offenheit, Akzeptanz und Unterstützung wird geschaffen. Gleichzeitig wird in der Schule in Kooperation mit der Evangelischen Gesellschaft ein Entwicklungsprozess initiiert, der selbst Unterstützung für diese Anforderungen liefert. Die Projektidee ist unter anderem mit folgenden Bausteinen unterlegt:
- für Schüler und Eltern werden Aktionsnachmittage mit einer späteren Reflexionsmöglichkeit angeboten
- Elternpatenschaften sollen aufgebaut werden
- Lehrkräfte und/oder Sozialarbeiter/-innen bieten offensive Beratung, auch mittels Hausbesuche, an
- um diese Prozesse zu unterstützen, werden den Lehrkräften pädagogische Nachmittage unter Supervisionsaspekten angeboten
Projekt: Kultur macht Schule
Grundschule Birkach, alle 235 Schüler in zehn Klassen, in Kooperation mit der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH.
Langfristig will sich die Schule durch dieses Projekt für außerschulische Kulturexperten öffnen und den Schülern so unter ganzheitlichen Gesichtspunkten Kultur vermitteln. Die Inhalte sollen auch auf das Angebot am Nachmittag ausgeweitet werden. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt, die Kulturkooperationen sollen aber dauerhaft in Unterricht und Schulleben verankert werden.
Um das Projekt zu verwirklichen sind folgende Schritte geplant:
- Bereits im Vorfeld arbeiten die Kulturschaffenden, das Lehrerkollegium und beteiligte Eltern intensiv zusammen.
- Mit dem Förderverein und den Elterngremien ist eine Sponsoring-Aktion vorbereitet worden, die langfristig die Durchführung der Projekte sichern soll.
- Die Lehrer und die Kulturschaffenden bilden sich gemeinsam fort.
- Eine externe Prozessbegleitung und eine abschließende Bewertung sind geplant.
Projekt: Neustrukturierung des Tagesablaufs in Schule und Hort
Johannes Brenz Schule, zirka 192 Schüler im Halbtagesgrundschulbereich, in Kooperation mit dem Hort der Johannes Brenz Schule.
Mit dem Projekt soll die Zusammenarbeit nun neu strukturiert werden: Für die Schülerinnen und Schüler werden Unterrichtseinheiten und Freizeitangebot so angelegt, dass sich Konzentrationsphasen und Entspannungsphasen abwechseln, um die Leistungsfähigkeit der Kinder besser zu nutzen. Umgesetzt wird das Programm zunächst an zwei Tagen, langfristig sind vier solcher neustrukturierter Tage pro Woche geplant.
Ein Schwerpunkt des Projekts wird die Entwicklung und Arbeitsfähigkeit des "3er-Teams" sein, das aus je einer/m Lehrer/in und zwei Erzieher/innen besteht. Dieses Team soll ganztägig für seine Lerngruppe zur Verfügung stehen, um jedes Kind ausreichend und individuell begleiten zu können.
Bildung konzentriert sich so nicht mehr nur auf den Vormittag, weil Unterrichte auch auf den Nachmittag verteilt werden. Durch die stärkere Verknüpfung von schulischen Inhalten und Freizeitgestaltung soll sich die Bildungsmöglichkeit für die Kinder verbessern. Auch Eltern sollen in das Projekt miteinbezogen werden.
Projekt: Entwicklung zur Ganztagesschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt
Altenburgschule, alle 314 Schüler in 15 Klassen im Grundschulbereich, in Kooperation mit dem Sportkreis Stuttgart e.V. und deer Stuttgarter Jugendhaus gGmbH.
Weitere Ziele des Projekts sind:
- der Aufbau einer Elternschule,
- die Entwicklung eines Sprachförderungskonzepts,
- die Stärkung des Themas Medienkompetenz und
- das verstärkte Einfließen von Aspekten der Gesundheits- und Umwelterziehung in den Unterricht.

