Jährlich untersucht das Zentrallabor für die Stadtentwässerung Stuttgart mehr als 5.000 Proben. Diese dienen der Überwachung der einzelnen Verfahrensstufen und dem Nachweis der ordnungsgemäßen Reinigungsleistung. Abwässer, die Schadstoffe enthalten können, werden bereits am Ort der Einleitung in das Kanalnetz überprüft. Der Zustand des Neckars vor und nach dem Auslauf des Hauptklärwerks wird ebenfalls aufmerksam beobachtet.
Neben dem Trinkwasser untersucht das SES -Zentrallabor im Auftrag der Kur- und Bäderbetriebe die Mineral- und Heilquellen sowie die Schwimmbäder der Landeshauptstadt. Stuttgart besitzt mit seinen Mineral- und Heilquellen in Bad Cannstatt und Berg das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas. Über 22 Millionen Liter sprudeln täglich aus 19 Quellen und Brunnen. Einige von ihnen versorgen das Leuze, das Mineralbad Cannstatt und das Mineralbad Berg.
Das SES -Zentrallabor überwacht die Stuttgarter Mineral- und Heilquellen seit mehr als 70 Jahren durch regelmäßige, meist monatliche Kontrollen zur Zusammensetzung und des Quellschüttungsverhaltens. Ergänzt werden diese Kontrollen durch eine jährliche Übersichtsanalyse sowie alle zehn Jahre durch eine große Heilwasseranalyse nach den Richtlinien des Deutschen Bäderverbandes. So können sich die Stuttgarter darauf verlassen, dass die Qualität des Wassers stets gleich bleibt und seine positive Wirkung auf die Gesundheit behält.
Die moderne Schwimmbeckenwasseraufbereitung mit ihren einzelnen Verfahrensstufen ist ohne eine Kontrolle des Aufbereitungsergebnisses nicht denkbar. Nur die aktuelle Kenntnis des Ist-Zustandes ermöglicht es dem Schwimmbadbetreiber, nach Vergleich mit dem Soll- Zustand, also den Anforderungen an das Beckenwasser, in die Funktion der einzelnen Verfahrensstufen so einzugreifen, dass auch bei Spitzenbelastung eine gute Beschaffenheit des Beckenwassers hinsichtlich Hygiene und Sicherheit aufrecht erhalten bleibt.