In Obertürkheim sollen die bereits vorhandenen Strukturen genutzt werden, um das Thema demografischer Wandel zu entwickeln. Erreicht werden sollte dies ursprünglich mit Hilfe von "Bürgermentoren". Das sind engagierte Bürgerinnen und Bürger, die über eigene Interessen hinaus die Anliegen von Vereinen, Organisationen, Initiativen usw. zum Gemeinwohl aller in ihrem Stadtbezirk vernetzen.
Im Jahr 2009 haben sich der Bezirksvorsteher und ein Ehrenamtlicher beim Paritätischen Bildungswerk zu sogenannten Bürgermentoren-Trainern ausbilden lassen. Im April 2010 fand eine Info-Veranstaltung für an einer Ausbildung zum "Bürgermentor" Interessierte statt. Leider kam die für die Durchführung eines entsprechenden Kurses erforderliche Personenanzahl, trotz intensiver Werbung, nicht zustande. Möglicherweise ist dies ein Indiz dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger des in Sachen Vernetzung schon bisher recht gut aufgestellten Stadtbezirks aktuell keinen großen Bedarf erkennen, auf dem Gebiet demografischer Wandel zusätzlich aktiv zu werden.
Ob erneut für das Projekt geworben werden wird, ist derzeit offen. Im Erfolgsfalle werden dann die künftigen "Bürgermentoren" an vier Kurstagen geschult und in ihrer Tätigkeit unterstützt und begleitet. Zumal sich der Stadtbezirk, auch dank eines einmütigen Votums des Bezirksbeirats, dazu entschlossen hat, sich den Anforderungen des demografischen Wandels mithilfe von "Demografie-Lotsen/Lotsinnen zu stellen. Deren Aufgaben- und Anforderungsprofile sind mit denen der "Bürgermentoren" durchaus vergleichbar.
Ziele
Ziele des Bezirkes sind die Zukunftsfähigkeit Obertürkheims zu sichern. Dabei können Synergieeffekte genutzt werden, die durch die Vernetzung der örtlichen Vereine und Arbeitskreise hergestellt werden.
Themen
Im Stadtbezirk besteht derzeit ein großer Bedarf an Kita- und Hortplätzen. Durch den mittlerweile realisierten Neubau eines katholischen Kindergartens in Obertürkheim wurde ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Situation insbesondere im Bereich der Null- bis Dreijährigen geleistet. Außerdem ist die Erweiterung/Sanierung der Kindertagesstätte Luise-Benger-Straße in Uhlbach geplant. Die Gelder stehen bereit. Mit der Maßnahme wird Mitte 2011 begonnen. Die Schaffung einer zusätzlichen Gruppe in der Kindertagesstätte im Vereinsheim des CVJM in der Augsburger Straße 695 dürfte bis Mitte des Jahres realisiert sein. Im 2009 eingeweihten Neubau des evangelischen Gemeindehauses in Uhlbach fühlen sich Jung und Alt gut aufgehoben. Ein weiteres wichtiges Thema ist auch die Menschen mit Migrationshintergrund besser einzubinden.
16. März 2011