Stuttgart-Ost - Demografischer Wandel

Ausgangslage in Stuttgart-Ost
Die im Jahr 2009 gegründete Zukunftswerkstatt Stuttgart-Ost hat sich unter anderem mit drei sehr konkreten Projekten befasst. Es wurden die Themen/Projekte: "Stöckach lebenswert machen", "Familienzentrum/Bürgernetzwerk" sowie "Vernetzte Freiräume für Kinder und Jugendliche" ins Leben gerufen.  Alle Projekte/Ziele  weisen demografische Zusammenhänge und Ansätze aus.  Der Bezirksbeirat Ost hat diese Gedanken/Ziele aufgenommen und in konkrete Beschlüsse und Handlungsfelder umgesetzt.

Demografieziele und Strategie

Die Herausforderungen des demografischen Wandels benötigen Organisations- und Kooperationsmodelle, die einen aktivierenden Charakter aufweisen. Vernetzung und Quartiersentwicklung sollen konkrete Lösungen und Antworten für die Unterstützung älterer Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk Ost bereitstellen. In Ostheim soll ein konkretes und bedarfsgerechtes Quartierskonzept eingerichtet werden (siehe "Aktuelle Projekte").

Die Bedürfnisse von älteren Menschen finden mehr als bisher Einfluss in die Stadtplanung und Stadtentwicklung von Stuttgart-Ost.

Aktuelle Projekte

  • Entwicklung von Quartierskonzepten im Rahmen der partizipativen Altersplanung
    Im Stadtbezirk Ost soll in Ostheim das Modellprojekt "Entwicklung von Quartierskonzepten im Rahmen der Partizipativen Altersplanung" eingeführt werden. Ziele dieses Quartierskonzepts sind der Erhalt des selbstständigen Wohnens im vertrauten Wohnumfeld und die Stärkung von Beteiligten sowie die Vernetzung aller Akteure im Quartier.
     
  • Stadtplanung und Stadtentwicklung
    Als einziges neues Stuttgarter Fördergebiet wurde im Jahr 2012 das Gebiet um den Stöckach in das Städtebauförderprogramm aufgenommen. Die diesbezüglichen Sanierungsziele enthalten demografische Aspekte. Ziele sind die Ergänzung der Wohnstruktur durch ein Wohnraumangebot für spezielle Nachfrageangebote (familien- und altengerechte Wohnungen) sowie eine quantitative und qualitative Verbesserung der Aufenthaltsflächen für ältere Menschen (Schaffung von Grün- und Platzflächen, etc. sowie Verbesserung der Zugänglichkeit der vorhandenen Grün- und Erholungsflächen). Außerdem sollen Treffpunkt- und Versammlungsmöglichkeiten für ältere Menschen geschaffen werden.

    Gabenberg und der südliche Teil von Ostheim sollen ebenso in das Programm zur Stadterneuerung aufgenommen werden. Dazu werden in den nächsten Wochen und Monaten sogenannte "vorbereitende Untersuchungen" durchgeführt, in denen auch demografische Aspekte untersucht werden.
     
  • Stadtteiltreff Stöckach
    Das Stadtteiltreff Stöckach hat im Jahr 2012 neue Räumlichkeiten an der Ecke Metz- und Stöckachstraße bezogen. Die Gemeinwesenarbeit leistet Aufbau- und Entwicklungsarbeit gerade im Bereich generations- und nationsübergreifende Aktionen. Projekte davon sind Deutschkurse für Migranten, generationsübergreifende Stadtteilfeste, etc..
     
  • Stadtteil- und Familienzentrum als konkretes Ziel
    Nicht zuletzt aufgrund der Ergebnisse der Zukunftskonferenz und den demografischen Herausforderungen hat sich der Bezirksbeirat Ost bereits mehrfach für die Einrichtung eines Stadtteils- und Familienzentrums auf dem neu zu gestaltenden SSB-Areal in Stuttgart-Ost ausgesprochen, mit dem generationenübergreifende und seniorengerechte Ansätze verfolgt werden sollen (z.B. Einrichtung einer Begegnungsstätte zwischen Alt und Jung). Diese Planungen sollen in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Vergangene Projekte

Der vielfach geäußerten Forderung "Im Stuttgarter Osten fehlen von Erwachsenen geduldete und akzeptierte Frei-Räume für Kinder und Jugendliche" wurden mit einem sehr konkreten Projekt im Jahr 2011 Rechnung getragen: Durch den gemeinsamen (Jugendliche und Erwachsene) Bau des sogenannten "Raitelsberger Plätzles", einem bedachten Unterstand neben der U-Bahn-Haltestelle "Raitelsberg",  wurde eine generationenübergreifende Aktion ins Leben gerufen, die einen von der Anwohnerschaft geduldeten Treffpunkt für Jugendliche geschaffen hat. In diesem Gebiet war es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Anwohnerschaft und Jugendlichen wegen Lärmbelästigungen, etc. gekommen.

Der Bezirksbeirat Ost unterstützte dieses Projekt unter Regie der Mobilen Jugendarbeit  mit einem Zuschuss von 1.000,-.

Weitere Informationen
Für weitere Informationen steht Ihnen Bezirksvorsteherin Frau Tatjana Strohmaier gerne zur Verfügung.

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