Um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen, entstand auf Initiative der Bezirksvorsteherin Ulrike Zich 2005 der Plan, eine Zukunftsoffensive mit Beteiligung der gesamten Bevölkerung des Stadtbezirks unter dem Motto "Der beste Weg die Zukunft vorauszusagen ist, sie selbst zu gestalten", durchzuführen. Hintergrund war die Überlegung, sich heute Gedanken darüber zu machen, wie das Leben in Weilimdorf aussehen soll, wenn in 20 bis 30 Jahren die Gesellschaft aufgrund der demografischen Entwicklung überaltert ist.
Nach der offiziellen Auftaktveranstaltung am 11. Oktober 2006 in der Lindenbachhalle befassten sich die Bürgerinnen und Bürger in fünf Arbeitsgruppen mit den Themen Wohnen, Pflege, Nachbarschaft, Infrastruktur sowie Bildung, Kultur und Begegnung.
Über die Ergebnisse wurde eine Dokumentation erstellt (siehe Anlage), die dem Bezirksbeirat Weilimdorf am 23.05.2007 vorgestellt wurde. Die Anregungen, Wünsche, Vorschläge und Forderungen dienen den politischen Entscheidungsträgern als Grundlage für die weitere Entwicklung des Stadtbezirks und Planung in der Zukunft.
Die Information der Öffentlichkeit fand bei der Abschlussveranstaltung am 30.06.2007 im voll besetzten Sitzungssaal des Bezirksrathauses statt. Mit der Umsetzung der Ideen wurde bereits im Projektverlauf begonnen. Die Schwerpunkte lagen dabei auf alternativen Wohnformen für Seniorinnen und Senioren, auf generationsübergreifenden Angeboten in allen Bereichen sowie auf der Forderung nach einem "Forum Weilimdorf" (siehe besondere Erläuterung), die durch den Beschluss des Bezirksbeirates vom 13.02.2008 bekräftigt wurde. Wichtigstes Ergebnis allerdings ist das Zustandekommen vieler verschiedener Kontakte und Verbindungen zwischen den unterschiedlichsten Menschen im Stadtbezirk, die sich in und über die Workshops gefunden haben.
Mit der am 05.11.2007 begonnenen "Zukunftsoffensive Kinder, Jugend und Familie" wurden nun auch die Interessen und Bedürfnisse, besonders der jungen Familien, erarbeitet. In der Zusammenführung der Ergebnisse beider Offensiven sollte dann die Ausrichtung des Stadtbezirks in der Zukunft gefunden werden, damit Weilimdorf für Jung und Alt attraktiv und lebenswert ist.
Außerdem wurde eine Liste mit Standortvorschlägen für Mehrgenerationenhäuser/ alternative Wohnformen erarbeitet und die Seniorengenossenschaft "In meiner Wohnung, da will ich alt werden" gegründet.
Das Forum Weilimdorf soll eine intergenerationelle, kulturelle Einrichtung sein. Die Idee entstand in der Gruppe Bildung, Kultur und Begegnung der Zukunftsoffensive Weilimdorf - Senioren.
Für diesen Zweck fordert der Bezirksbeirat den Ankauf des Gründstücks Rennstraße 6 (Beschluss Nr. 67 /2008).
Für Kinder, Jugend und Familie in Weilimdorf erstellte die AG "Bildung, Kultur und Begegnung" einen Fragebogen, um den Bedarf an kulturellen Angeboten zu ermitteln. Die Umfrage startete mit der Bürgerversammlung am 7. Juli 2008 und wurde Mitte August 2008 abgeschlossen. Die Ergebnisse und den Fragebogen sowie ein Faltblatt zur Aktion und weitere Informationen können Sie hier herunterladen:
Des Weiteren initiierte die AG einen Willkommensbrief für neu zugezogene Bürger, dessen Finanzierung bisher allerdings noch nicht geklärt ist. Ein Deutschkurs der Agenda "Miteinander Leben lernen" findet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt, die Kinderbetreuung wird aus Budgetmitteln des Bezirksbeirats mitfinanziert. Zur Verbesserung der Erziehungskompetenz wird für Eltern und in Erziehungseinrichtungen Tätigen eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Elternseminar und der Stadtteilbücherei angeboten, die im Mai 2009 begonnen hat und bis auf Weiteres andauern soll.
Informationen für die Bürger, wie zum Beispiel ein Stadtplan mit historischen Spaziergängen, hat die AG "Infrastruktur, Wohnen und Verkehr" auf die Wege gebracht. Außerdem setzt sie sich für die Einbindung des vom örtlichen Gewerbe finanzierten Ortsbusses in das Tarifsystem von VVS/ SSB und den Erhalt von wohnungsnahen Einkaufsmöglichkeiten ein.
Die Einrichtung einer Wohnungstauschbörse und die Erstellung von altersgerechten Neubauten sind weitere inzwischen teilweise umgesetzte Ziele dieser AG.
Die AG "Nachbarschaft und Integration" fördert die Integration von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund. Ein bezirksweiter Elternbeirat wurde gegründet. Beim Kinderfest "Remmi Demmi" werden internationale Stände aufgebaut und auch das Projekt "Eltern helfen Eltern" ist bereits gestartet.
Eine Erhebung aller Betreuungsangebote im Bezirk führte die AG "Betreuung" durch. Ihr Ziel ist, die verschiedenen Betreuungsangebote zu bündeln und zu koordinieren. Außerdem wird neben dem Sommerferienprogramm auch in den Pfingst-/Osterferien und an Nachmittagen Schulkindbetreuung angeboten. Zusätzlich ist die Einbindung von Senioren als Betreuer angestrebt, was in der "Hausaufgaben und Betreuung" im Gebiet Pfaffenäcker bereits organisiert werden konnte.
Auf Grund der großen Nachfrage am Projekt "Hausaufgaben und Betreuung" suchte der Träger, das Jugendhaus Weilimdorf, nach weiteren Räumlichkeiten. Dieses erweiterte Projekt kann auf Grund der Finanzierung nicht allein vom Jugendhaus gestemmt werden. Um weitere Partner für das Projekt zu gewinnen, sollte ein Ort im Wohngebiet entstehen, mit verschiedenen Angeboten zur Begegnung, wie z. B.: das erweiterte Projekt "Hausaufgaben und Betreuung", einen generationsübergreifenden Mittagstisch, Veranstaltungen des Elternseminars und der Volkshochschule, Sprachkurse "Miteinander Leben lernen", Elternabende von Kindertageseinrichtungen. Wünschenswert ist es, den Treffpunkt zum Familienzentrum auszubauen.
Der "Treffpunkt Pfaffenäcker" ist der ideale Ort, um das ehrenamtliche Engagement von vielen verschiedenen Menschen unterschiedlichsten Alters, sozialer und ethnischer Herkunft zu bündeln. Wünschenswert wäre die Unterstützung der Ehrenamtlichen durch eine Fachkraft zur Sicherung der Nachhaltigkeit. Es sollen generationsübergreifende Initiativen gefördert werden, wie zum Beispiel die Betreuung von Kindern durch Senioren (Projekt "Leihoma Leihopa", AG Kinderbetreuung des "Treffpunkt Senior" usw.).
Abwechslung und Vielfalt kennzeichnen die Angebote zum "Weilimdorfer Seniorenherbst", eine im zweijährigen Rhythmus stattfindende Veranstaltungsreihe für Junggebliebene mit generationenübergreifendem Ansatz. Das Bezirksamt Weilimdorf stellt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Gruppen, Organisationen, Einrichtungen, Vereinen und Einzelpersonen eine Broschüre zusammen, in der alle Interessierten in der Zeit von September bis Oktober ein Programm finden, das Sport, Wissenswertes, Unterhaltsames und jede Menge Spaß bietet.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Weilimdorf unter die Leute kommen und wo Sie neue und alte Freunde finden.
Einmal im Monat, immer dienstags von 9:30 bis 11:00 Uhr, treffen sich im Café 13, Rennstraße 3 Frauen jeden Alters zum "Frühstückstreff für Frauen". Die Runde, die von der Bezirksvorsteherin geleitet wird, befasst sich beim gemeinsamen Frühstück mit aktuellen kommunal- und gesellschaftspolitischen Themen, zu denen fachkundige Referentinnen vortragen.
Nähere Auskünfte erteilt das Bezirksamt Weilimdorf, Löwen-Markt 1, 70499 Stuttgart, Telefon: 216-5302.
Einmal im Monat, immer freitags von 9:30 bis 11:00 Uhr, treffen sich im Café 13, Rennstraße 3 Frauen und junge Mütter zum "Frühstückstreff von Frauen für Frauen". Frau Reinhold betreut und moderiert die Runde. Zu interessanten Themen werden immer wieder Referenten eingeladen. Auch hier sind Frauen, ohne Anmeldung, herzlich eingeladen.
Nähere Auskünfte erteilt das Bezirksamt Weilimdorf, Löwen-Markt 1, 70499 Stuttgart, Telefon: 216-5302
Die Stephanuskirchengemeinde bietet montags, dienstags und donnerstags einen Kindermittagstisch an. Über 19 ehrenamtliche Helfer kochen für die Kinder.