Auf architektonischen Spuren im Stuttgarter Osten

Der Stuttgarter Osten mit seinen Stadtteilen Berg, Frauenkopf, Gablenberg, Gaisburg, Gänsheide, Ostheim und Stöckach ist mit über 47.000 Einwohnern der drittgrößte Stadtbezirk und gehört auch zu den kulturell und sozial vielfältigsten Stadtbezirken Stuttgarts. Der Stuttgarter Osten hat viel zu bieten, und wer ihn einmal entdeckt hat, kommt gerne wieder.

Dies ist vor allem zurückzuführen auf die historische Entwicklung des Stuttgarter Ostens.

Er vereint Geschichte, Kultur und ein wertvolles bauliches Erbe. Dies findet in Kulturdenkmalen und Baustilen seinen Niederschlag. Im Stuttgarter Osten stehen rund 650 Häuser und Kleindenkmäler unter Denkmalschutz. Davon fast 200 in der "Siedlung Ostheim". Dazu gibt es 15 Städtebauliche Gesamtanlagen mit Hunderten von Gebäuden. Viele Denkmale schlummern im Verborgenen und werden von vielen Bewohnern des Stadtbezirks oftmals nicht als solche wahrgenommen.

Um Bewohnern und Besuchern die Besonderheiten des Stuttgarter Ostens näher zu bringen hat der Verein Kulturtreff Ost die Broschürenreihe "Ostwege" geschaffen.
Die Stadt Stuttgart begleitet und unterstützt das Projekt "Ostwege" von Anbeginn.

Die zentralen Aspekte der Broschüre sind:

  • Der Prospekt stammt nicht von einem kommerziellen Anbieter. Er wurde wiederum von kulturell und bürgerschaftlich engagierten Menschen im Verein Kulturtreff Ost mit seinem Netzwerk an Akteuren im Stadtbezirk gemeinschaftlich geschaffen.

  • Die "Ostwege" haben die wichtigen Bausteine der Stadtentwicklung zum Inhalt. Neben den Themen "Wohnen - Wohnkolonie Ostheim", "Aussichtspunkte und Höhenwege", "Kultur, Kunst, Gastronomie", "Antroposophie" sowie die Broschüre zur Literarischen Spurensuche verknüpft der jetzige Themenprospekt Architektur und Denkmalschutz mit der Stadtteilsgeschichte. Und dies wiederum in Form stadtverträglicher Mobilität. Alle Routen können sowohl zu Fuß als auch im Verbund mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie mit dem Fahrrad unterbrochen oder miteinander kombiniert werden.

Die mittlerweile erschienene sechste Ostwege-Broschüre richtet sich sowohl an Alteinwohner als auch an Neubürger oder Besucher aus anderen Stadtbezirken. Selbst Stadttouristen können ihre Freude daran haben. Sie ist gemacht, um nicht nur den Leser zu einem gedanklichen Spaziergang zu veranlassen, sondern selbst eine architektonische Spurensuche zu unternehmen.


Kennen Sie beispielsweise d
as Kanonenhäusle in der Hillerstraße? Es ist das älteste Gebäude auf der Gänsheide. Erbaut 1702, diente es als Hochwacht, um im Brandfall mit Lärmkanonen die im Tal liegende Stadt zu alarmieren. Oder die Villenkolonie am Hohengeren: Diese Sachgesamtheit an der Uhlandshöhe umfasst heute noch sieben geschützte Villen, erbaut in den Jahren 1907 bis 1912. Im Gebäude Am Hohengeren 9 wurde nach dem Krieg der Rowohlt-Verlag gegründet.

Auch die Haußmannstraße mit dem wunderschönen Jugenstil-Froschbrunnen aus dem Jahre 1900 lohnt einen Besuch.

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