"Wir sind dabei" - Porträts eingebürgerter Stuttgarterinnen und Stuttgarter

Viele Stuttgarterinnnen und Stuttgarter haben den Schritt zur Einbürgerung bereits getan. Hier berichten einige von ihnen wie sie sich mit deutschem Pass fühlen und welche Erfahrungen sie gemacht haben (2010).

Alesia Graf

29 Jahre, Boxweltmeisterin, aus Weissrussland.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil Stuttgart meine zweite Heimat geworden ist. Hier bin ich zuhause. Für mich ist es wichtig, die Staatsbürgerschaft des Landes zu haben, zu dem ich mich zugehörig fühle. Im Laufe der Jahre hat sich dieses neue Heimatgefühl entwickelt und deshalb habe ich mich entschieden, Deutsche zu werden. Ich gehöre dazu.

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Fahid Ameziane

27 Jahre, Diplom Ökonom und Mitglied des Internationalen Ausschusses des Gemeinderats, aus Marokko.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich mich in Stuttgart wohlfühle und mit meiner Familie, meinen Freunden und meiner Arbeit hier meinen Lebensmittelpunkt habe. Vor meiner Einbürgerung hatte ich nicht alle staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten. Erst durch die Einbürgerung geniesse ich die vollständige Teilhabe. Die Möglichkeit zur aktiven politischen Partizipation ist für mich sehr wichtig, denn sie trägt  zu einer noch stärkeren Identifikation mit dem demokratischen Gemeinwesen bei. Ich möchte mitgestalten und mitentscheiden, was in Stuttgart passiert.

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Peregrin Pezerovic

16 Jahre, Schülerin und Aerobic Nationalturnerin aus Kroatien.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich in Stuttgart groß geworden bin. Als Sportlerin und Mitglied der Deutschen Aerobic-Nationalmannschaft wollte ich in internationalen Wettkämpfen für Deutschland starten. Dies ist mir geglückt und ich konnte dank meiner Einbürgerung bei der Aerobic WM 2008 Deutschland vertreten.

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Juan E. Rojas-Vásquez

51 Jahre, AOK Berater und Mediator, sachkundiges Mitglied des Internationalen Ausschusses des Gemeinderats, aus Chile.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich in Deutschland lebe und mich für dieses Land einbringen will. Als ein Vorbild für die Integration und guter Steuerzahler will ich mich als Bürger für Frieden, gemeinsames Zusammenleben und die Verständigung von Bürgern mit unterschiedlichen Kulturen und unterschiedlicher Herkunft einsetzen. Durch die Einbürgerung habe ich die volle rechtliche Gleichstellung und kann am politischen Willensbildungsprozess teilnehmen.

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Tugba Özkahraman

23 Jahre, Studentin, aus der Türkei.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin. Dank der Einbürgerung habe ich das volle Wahlrecht und kann bei Kommunal- und Bundestagswahlen meine Stimme abgeben. Ich lebe in diesem Land und möchte mitreden, mitgestalten und mitentscheiden!

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Beqë Cufaj

39 Jahre, Publizist und Journalist, aus Kosovo.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich in Stuttgart lebe und dazu gehören möchte. Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft und möchte mitreden und mitgestalten.

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Carola Piretzi

35 Jahre, Koordinatorin für Deutsch- und Integrationskurse, aus Griechenland.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich hier aufgewachsen bin. Ich fühle mich halb deutsch und halb griechisch. Deshalb habe ich mich für beide Pässe entschieden. Das ist für Griechen möglich.

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Mohamed Maalin

40 Jahre, Lagerist, aus Äthiopien.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich mich in Stuttgart wohl und geborgen fühle. Hier herrscht Meinungsfreiheit, Demokratie und kulturelle Vielfalt, die respektiert wird. Stuttgart ist meine Heimatstadt geworden.

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Jamal Abdullah Hassan

39 Jahre, Taxifahrer, aus dem Irak.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, weil ich hier lebe. Vor zehn Jahren habe ich meine Heimat verlassen müssen, weil mein Land im Krieg zerstört wurde. In Deutschland habe ich für meine Familie eine neue Heimat gefunden. Meine Kinder sind hier aufgewachsen und gehen zur Schule. In Deutschland und hier in Stuttgart fühle ich mich sicher, es herrschen Demokratie und Toleranz. Die Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

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Salvatore Voi

62 Jahre, Sozialarbeiter, aus Italien.
Ich habe mich für den deutschen Pass entschieden, um dazuzugehören und mich nicht mehr fremd zu fühlen. Ich wollte mich nicht  für eine Heimat entscheiden. Ich gehöre dazu und Deutschland ist meine zweite Heimat geworden.

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