Städtebauliche Neuordnung "Europaplatz Fasanenhof"
Im Herbst 2012 hat die Stuttgarter GWG-Gruppe mit der Neuordnung des Europaplatzes begonnen. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Europaplatz, der künftig die attraktive Stadtteilmitte mit Raum für Wochenmärkte, Events und Aktionen bildet.
Die GWG errichtet vor Ort 204 Familien- und Seniorenwohnungen, eine Kita sowie ein Boardinghaus mit 63 Appartments. Zudem sind auf dem Gelände ein Ärztehaus, ein Lebensmittel- und ein Drogeriemarkt sowie weiterer kleinteiliger Einzelhandel vorgesehen. Insgesamt investiert die GWG für die Neuordnung des 21.000 Quadratmeter großen Geländes rund 65 Millionen Euro.
Die Hofkammer Projektentwicklung baut dort weitere 47 Wohneinheiten.
Insgesamt werden so am Europaplatz 314 Wohnungen entstehen.
Ausgangslage und Anlass der Planung
Der Stadtteil Fasanenhof in Stuttgart-Möhringen ist ein Mitte der 1950er Jahre entstanden. In den 60er Jahren wohnten dort bis zu 10 000 Menschen, heute rund 6 500.
Verschiedene, kleinere Anbieter, die in einem Einkaufszentrum am Europaplatz zusammengeschlossen waren haben bsi 2011 die Mesnchen im Stadtteils mit Gütern des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen versorgt.
Die Gebäude dieses Versorgungs- und Dienstleistungszentrums stammten aus den 60er Jahren und wurden heutigen Anforderungen hinsichtlich Organisation und Größe nicht mehr gerecht.
2001 wurden deshalb 'Vorbereitende Untersuchungen zur Ausweisung eines Sanierungsgebiets' veranlasst. Die Ergebnisse waren gleichzeitig Basis für die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt".
Die Neustrukturierung des Versorgungszentrums "Europaplatz" ist ein zentrales Projekt.
Im ersten Quartal 2011 wurde mit dem Abbruch des alten Zentrums Europaplatz begonnen.
Planungsziele des Projekts
Ziel der städtebaulichen Neuordnung ist die Attraktivität des Standorts Europaplatz zu steigern. Zudem soll die soziale Funktion des Platzes gestärkt werden.
Dazu gehört ein differenziertes Wohnungsangebot mit unterschiedlichen Größen und Zuschnitten.
Als soziale Infrastruktureinrichtung ist darüber hinaus eine Kindertageseinrichtung und ein Familienzentrum innerhalb des Plangebiets vorgesehen.
Planverfahren und Planungsrecht
Um der Bedeutung dieses Vorhabens gerecht zu werden, wurde ein offener städtebaulicher Architekten-/Investorenwettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerberverfahren durchgeführt.
Mit dem 1. Preis wurde das Konzept des Büros Project GmbH aus Esslingen bedacht, das den Beitrag in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten von Planstatt Senner erarbeitet hat.
Der Investor für die Punkthausbebauung ist die Württembergische Wohnwerte GmbH . Für die weiteren Maßnahmen innerhalb des Gesamtprojekts ist die GWG Unternehmensgruppe Investor.
Bereits parallel zur Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses wurde die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens vorbereitet und im Sommer 2008 beschlossen.
Der Bebauungsplan wurde im Februar 2012 als Satzung beschlossen. Mit seiner Bekanntmachung wurde er am 23. Februar 2012 rechtskräftig.
Kenndaten des Projekts
Nutzungsstruktur und Flächenangaben innerhalb des Projekts
- Ladenzentrum/Einzelhandel (Vollsortimenter, darüberliegenden Miet-Lebensmitteldiscounter, Drogeriemarkt etc. mit ca. 4 500 m²) und Wohnungen (ca. 150 WE) und Gastronomie
- Ärztehaus/Dienstleistungen
- Eigentums-/Mietwohnungen (ca. 160 WE)
- Kindertagesstätte (mit 5 Gruppen)
- Familienzentrum/Elternbildung
- Tiefgarage mit ca. 460 Stellplätzen
- Fertigstellung: voraussichtlich November 2014
- Kosten: rund 65 Millionen Euro




