Anti-Gewalt-Training

Das Anti-Gewalt-Training (AGT) richtet sich an männliche gewalttätige Wiederholungstäter ab 18, die auf Grund gerichtlicher Auflagen an einem solchen Training teilnehmen müssen. Darüber hinaus gab es freiwillige Anmeldungen von straffällig gewordenen Männern, die sich mit ihrem Gewaltverhalten auseinandersetzen wollten, um eine nachhaltige Änderung zu erreichen. Durch Rollenspiele, Erlebnispädagogik, Körpersprache- und Entspannungsübungen werden folgende weitere Ziele angestrebt:

  • Die eigene Wahrnehmung für gewalttätiges Verhalten schärfen,
  • aggressionsauslösende Faktoren aufdecken,
  • friedliche Methoden der Konfliktbewältigung erlernen,
  • Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen und
  • Opferempathie entwickeln.

Mann streckt die Faust nach vorne, das Gesicht ist nicht zu erkennen.Vergrößern
Für gewalttätige Wiederholungstäter gibt es spezielle Programme. Foto: Der rote Teppich / Frank Maul

Erfahrene Trainer

In 18 bis 20 Trainingseinheiten haben speziell ausgebildete Anti-Gewalt-Trainer mit Erfahrung im Justizvollzug in einer Gruppe von sechs bis acht Männern Aggressionsauslöser besprochen, Opferperspektiven eingenommen, Rechtfertigungsstrategien diskutiert und Provokationstests durchgeführt. Innerhalb eines Jahres nahmen rund 150 Personen am Anti-Gewalt-Training der Sozialberatung Stuttgart e. V. teil.