Mit dem Doppelhaushalt betreten Gemeinderat und Verwaltung Neuland. Damit wird auch in Stuttgart das bisherige kameralistische System vom neuen doppischen System abgelöst (Die Abkürzung Doppik steht für die
DOPPelte Buchführung
in
Konten). Man erwartet sich davon mehr Kostentransparenz, Kostenvorteile und ein effizienteres Arbeiten.
Die Kameralistik stellt Einnahmen und Ausgaben gegenüber, aufgeteilt in Verwaltungshaushalt (Finanzierung der laufenden Ausgaben) und Vermögenshaushalt (Finanzierung der Investitionen).
Doppik erfasst außer Zahlungsvorgängen den nicht zahlungswirksamen Vermögensverzehr (Abschreibungen, Rückstellungen). Dadurch werden der Ressourcenverbrauch und das Ressourcenaufkommen sichtbar. Durch "nachhaltige intergenerative Gerechtigkeit" soll jede Generation die von ihr verbrauchten Ressourcen mittels Entgelten und Abgaben ersetzen und nicht künftige Generationen belasten.
Kommunale Doppik umfasst Ergebnisrechnung (Ergebnishaushalt), Finanzrechnung (Finanzhaushalt) und Vermögensrechnung (Bilanz).
Ergebnisrechnung: entspricht der kaufmännischen Gewinn- und Verlustrechnung. Merkmal: die Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen und damit die Berücksichtigung von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (Abschreibungen, Rückstellungen).
Die Finanzrechung (Finanzhaushalt) dient dem Nachweis der empfangenen Einzahlungen und der geleisteten Auszahlungen und der Änderungen des Bestands an Finanzmitteln.
Die Bilanz ist eine kurzgefasste Gegenüberstellung Vermögen (Aktiva) sowie Eigenkapital und Schulden (Passiva) sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Sie ist immer ausgeglichen.
Source: State Capital Stuttgart -
Verstehen Sie "Doppik"?
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[Status: 10.02.2012, 02:21o'clock]