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Ausgabe 09.02.10

Willkommen zur Ausgabe vom 9. Februar 2010!

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Dauer: 10 min 02 sec

Die Themen dieser Ausgabe:

  • OB Schuster zum Baustart Stuttgart 21
  • Mit der Bonuscard kostenlos Kultur genießen
  • Veranstaltungs-Tipps
  • Service-Tipps

  • Moderation: Silke Bauer und Joachim Vögele

OB Schuster zum Baustart Stuttgart 21


Jetzt geht's los: Mit dem symbolischen Anheben eines Prellbocks haben am 2. Februar die Bauarbeiten für Stuttgart 21 offiziell begonnen. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster erklärt, was das für die Landeshauptstadt bedeutet:

OB Schuster: Ja, ich denke, das war ein historischer Tag. Nach zehn Jahren Verspätung ist endlich der Prellbock weg, jetzt beginnt's. Historisch deshalb, weil es darum geht, einerseits den regionalen Zugverkehr erheblich zu verbessern. Wir brauchen das dringend, wir brauchen mehr Verkehr auf der Schiene. Und zum anderen die Einbindung Stuttgarts und Baden-Württembergs in das Europäische Hochgeschwindigkeitsnetz.

Jede Alternative würde bedeuten, dass wir langfristig absteigen, wirtschaftlich absteigen, denn wir leben vom Export. Wir sind die exportstärkste und damit exportabhängigste Region. Und wenn wir nicht erreichbar sind, dann bedeutet das, dass wir im Wettbewerb zu anderen Standorten verlieren werden. Wir werden nie einen Großflughafen haben, in Stuttgart, wir werden nie besondere Autobahnanschlüsse haben, deshalb müssen wir auf die Schiene setzen und deshalb bin ich froh, dass dieses Schienenprojekt jetzt kommt.


Wie wird sich Stuttgart durch das Projekt städtebaulich und ökologisch entwickeln?

OB Schuster: Wir beklagen ja allenthalben zuviel Verkehr auf der Straße, Feinstaub-Problematik ist bekannt. Dieses Projekt Stuttgart 21 ist das wichtigste ökologische Projekt, nicht nur für Stuttgart, sondern für die Region, wahrscheinlich auch für Baden-Württemberg. Warum? Erstens weil es eine erhebliche Verlagerung von der Straße auf die Schiene geben wird. In der Region Stuttgart alleine rechnet man mit 70.000 Tonnen CO2 Einsparung.

Zweitens: Die Gleisanlagen, die vor hundert Jahren mitten in diesen Grüngürtel Richtung Neckar gebaut wurden, können entfallen. Und damit eröffnet sich die Chance, dass die Stadt sich in diesen Brachflächen entwickelt und eben nicht auf der grünen Wiese.

Drittens: Wir wollen auf diesen Brachflächen ökologisches Bauen ermöglichen. Meine Vision ist, dass es wirklich ein Modellstadtbezirk wird, ein Rosensteinviertel, in dem Bäume und Rosen tatsächlich blühen können, weil es ökologisch besonders anspruchsvoll gebaut wird.

Viertens: Es ist ein Projekt, das sich mit nachhaltiger Mobilität verbinden lässt, denn dieses Rosensteinviertel wird bestens angebunden sein, an den öffentlichen Nahverkehr. Wir haben die Möglichkeit, das Radwegenetz entsprechend zu gestalten.

Und nicht zuletzt fünftens: Wir wollen die Parkflächen erweitern, den Stadtgarten und den Rosensteinpark, die ja massiv vor hundert Jahren reduziert wurden. Jetzt können wir sie wieder erweitern. Wir wollen zwanzig Hektar zusätzliche Parkflächen und damit eine neue grüne Lunge für Stuttgart schaffen. Und deshalb ist dieses Projekt das wichtigste ökologische Projekt für die Landeshauptstadt und für die Region Stuttgart in den nächsten 50 Jahren.


Wenn nun die Bürger Fragen haben, oder Probleme auftauchen, an wen können sie sich wenden?

OB Schuster: Es gibt ein Kommunikationsbüro, die auf einzelne Fragen eingehen können. Aber ich empfehle jedem, in den Bahnhofsturm zu gehen und sich dort die Ausstellung anzuschauen. Auf dem Bahnhofsturm oben hat man einen sehr schönen Blick über Stuttgart, aber natürlich sieht man dann auch diese riesigen Gleisflächen, die diese Stadt zerschnitten haben und zerschneiden und die Chance, die sich daraus städtebaulich ergibt.

Wir haben hier im Rathaus zur städtebaulichen Entwicklung eine Ausstellung im Erdgeschoss, auch die kann ich empfehlen. Und wenn es dann konkrete Fragen gibt, was den Bau angeht, was den Bauablauf angeht, haben wir eine Bürgerbeauftragte, die Frau Kaiser, die gerne Auskunft gibt. Wir möchten, dass die Bürgerinnen und Bürger und auch die Unternehmen, möglichst wenig durch diese Baumaßnahme belastet werden. Und deshalb: Wenn es Fragen oder Beschwerden gibt, bitte an die Bürgerbeauftragte wenden.


Auch Bahnchef Rüdiger Grube will während der Bauzeit offen mit den Stuttgartern kommunizieren. Einmal im Monat soll eine Bauzeitung über die Arbeiten informieren.

Mit der Bonuscard kostenlos Kultur genießen


Seit Anfang Januar können Inhaber der Bonuscard von einem neuen Angebot profitieren. Das Zauberwort heißt "Kultur für Alle" und ermöglicht Menschen mit wenig Geld die kostenlose Teilnahme an Kulturveranstaltungen. Bereits 21 Kulturinstitutionen haben sich der Initiative angeschlossen. Sie stellen für ihre Veranstaltungen jeweils ein festes Freikartenkontingent aus allen Preiskategorien zur Verfügung. Vorbestellungen und Reservierungen sind grundsätzlich möglich.

Entstanden ist der Kultur für Alle Stuttgart e.V. an einem Runden Tisch der Bürgerstiftung Stuttgart. Nun, nachdem die Projektphase vorüber ist, wird der Verein in Kooperation mit örtlichen Kultureinrichtungen sowie dem Sozialamt weitergeführt.

Die Bonuscard der Stadt gewährt Menschen mit geringem Einkommen schon seit 2001 viele Vergünstigungen. Durch "Kultur für Alle" ist sie nun vollends zu einer runde Sache geworden. Die Freude über die gelungene Weiterentwicklung spiegelt sich auch im neuen Namen. Statt der schlichten Bonuscard gibt es jetzt die Bonuscard + Kultur.

Veranstaltungs-Tipps


Fasnet:
Die fünfte Jahreszeit nähert sich ihrem Höhepunkt. Auch in Stuttgart geht's ab dem Schmotzigen Donnerstag hoch her. Die Cannstatter Fasnet wird dann zum Beispiel mit dem traditionellen Kübelesrennen eröffnet. Am Rosenmontag ist Kinderfasching im Rathaus und das Guggen-Monster-Konzert auf dem Marktplatz. Am Dienstag zieht der große Faschingsumzug durch die Innenstadt.
Mehr dazu:
Ausstellung "abgetaucht": Für Faschingsmuffel, die bis Aschermittwoch abtauchen möchten, ist die neue Ausstellung im Museum am Löwentor die richtige Alternative. Sie heißt genau so, nämlich "abgetaucht" und zeigt bis August die exotische Schönheit und atemberaubende Farbenpracht des wohl buntesten Ökosystems der Erde - der Korallenriffe.
Wiener Woche: Und nach dem ganzen närrischen Trubel richten wir unseren Blick, besonders den kulturellen, nach Wien: Vom 20. bis 26. Februar präsentieren mehrere Stuttgarter Kultureinrichtungen die "7. Wiener Woche" mit Theater, Kabarett und Musik.

Service-Tipps


Beilage "Weiterführende Schulen":
Für Viertklässler und ihre Eltern steht demnächst eine schwerwiegende Entscheidung an. Wie geht es weiter mit der Schullaufbahn? Welche Schule ist zukünftig die richtige? Hier bietet die aktuelle Amtsblatt-Beilage "Weiterführende Schulen" wertvolle Informationen. Außerdem werden die Adressen aller in Frage kommenden Stuttgarter Schulen aufgelistet. Von der Hauptschule bis zum Gymnasium, egal ob öffentlich oder privat. Die Beilage gibt's als Download im Internet oder ab 22. Februar als Sonderdruck an der Infothek im Rathaus.

Download:
VHS-Programm: Doch nicht nur für Schüler auch für alle anderen Bildungshungrigen gibt es positive Nachrichten: Das neue Programm der volkshochschule stuttgart für Februar bis September ist da. Optisch steht es ganz im Zeichen der Kaffeebohne. Und so belebend wie frischer Kaffee ist auch der Inhalt. Wer also Lust auf Fortbildung verspürt, sollte gleich nachsehen und seinen Lieblingskurs buchen. Das 340 Seiten starke Programmheft ist für 2 Euro im Buchhandel und an Zeitungsverkaufstellen erhältlich sowie online abrufbar:
Restaurants online buchen: Sollten Sie jetzt richtigen Hunger verspüren, freuen Sie sich sicher über den neuen Service der Stuttgart Marketing GmbH. Im Internet unter stuttgart-tourist.de können Sie per Mausklick einen Tisch in Ihrem Lieblings-Restaurant buchen oder nach etwas Passendem suchen. Rund 70 Lokalitäten sind momentan registriert und warten auf Ihre Buchung fürs gemütliche Frühstück, die Mittagspause oder den entspannten Abend mit Freunden. Ab und zu gibt's auch Aktionen, zum Beispiel ein Gratis-Essen oder ein Gewinnspiel.
 

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