Stadtmuseum im Wilhelmspalais - Jury wählt Siegerentwurf aus
Die Landeshauptstadt Stuttgart plant im Wilhelmspalais ein Stadtmuseum zu eröffnen. Das bisher als zentrale Stadtbücherei genutzte Gebäude soll nach deren Umzug in die neue Bibliothek am Mailänder Platz hierzu umgebaut werden. Im Jahr 2009 wurde ein Realisierungswettbewerb durchgeführt, bei dem die beiden Büros Büro Wandel Höfer Lorch und Hirsch Architekten aus Saarbrücken sowie das Büro Lederer, Ragnarsdóttir, Oei in Zusammenarbeit mit Jangled Nerves aus Stuttgart ausgezeichnet wurden. Die beiden Preisträger waren jedoch aufgefordert, ihre Entwürfe zu überarbeiten und eine Kostenaufstellung zu erstellen. Am 26. Februar 2010 tagte eine Jury, um zu entscheiden, nach wessen Plänen das Stadtmuseum im Wilhelmspalais realisiert werden soll.
Jury wählt Stuttgarter Architektenbüro Lederer, Ragnarsdóttir, Oei in Zusammenarbeit mit Jangled Nerves aus
Das Ergebnis der Jury wurde am 26. Februar 2010 in einer Pressekonferenz von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und der Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Dr. Susanne Eisenmann, erläutert. Die Jury empfahl einstimmig, die weitere Bearbeitung auf der Grundlage des Entwurfs Lederer, Ragnarsdóttir, Oei, Stuttgart, und Jangled Nerves, Stuttgart, durchzuführen. Ausschlaggebend für dieses Votum waren die überzeugenden stadträumlichen und architektonischen Aussagen zu der gestellten Thematik für diesen speziellen Ort.
Die Konzeption von Lederer, Ragnarsdóttir, Oei und Jangled Nerves setzt sich mit den Grundprinzipien des ursprünglichen, im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenwände zerstörten Gebäudes des italienischen Baumeisters Salucci auseinander. Ohne in Rekonstruktion zu verfallen, entwickeln sie auf der Grundlage des originalen Raumgefüges ein dennoch bewusst neuzeitliches Museum. Die historische Fassade bleibt erhalten, die Außenanlagen des Wilhelmspalais zur Urbanstraße hin werden als Museumsgarten genutzt. In der Gestaltung der ständigen Ausstellung verbinden Lederer, Ragnarsdóttir, Oei und Jangled Nerves eine Chronologie zur Stadtgeschichte mit Wandvitrinen und freistehenden Themeninseln, die Objekte, Medien und Grafik verbinden. Helles Holz prägt die Ausstellungsgestaltung, ein Stadtmodell empfängt die Besucher im Foyer.
Weitere Informationen
Eindrücke vom neuen Stadtmuseum bekommen Sie in unserer Bildergalerie, die Sie rechts oben unter "Mehr zum Thema" finden.


