Kunst im Öffentlichen Raum - Route 1 - Teil II (Innenstadt)

Mariella Mosler: Roter Baum, 2005 (aufgestellt 2006)

Vor der Stadtbücherei (Wilhelmspalais), Charlottenplatz, Konrad-Adenauer Straße

Auf dem Fußgängerüberweg vor der Stadtbücherei steht Mariella Moslers Roter Baum. Seine Formen wirken weich und fließend, die leuchtende Farbe dagegen erweckt einen sehr künstlichen Eindruck. Dadurch ist der Baum ein Blickfang für die Passanten; zudem lädt er durch seine Gestaltung zum Verweilen und näheren Betrachten ein. Mit der Realisierung des Fußgängerüberwegs wollte man die trennende Wirkung der als B14 ausgebauten Konrad-Adenauer-Straße mindern und den Schlossgarten mit den Kulturinstitutionen auf der anderen Straßenseite verbinden.Die Plastik wurde 2005 vom Kunstmuseum erworben.

Weiter: Konrad-Adenauer-Straße überqueren, nach links zum Eingang des Hauptstaatsarchivs (ca. 50m)

Ein roter Baum, mit gedrehten Ästen.Vergrößern
Mariella Mosler: Roter Baum, 2005 (aufgestellt 2006) ©Franziska Trinkner

Eva Zippel: Zueinander, 1971

Foyer Hauptstaatsarchiv, Konrad-Adenauer-Straße 4

Die Bronze-Skulptur Zueinander von Eva Zippel thematisiert den Gedanken der Staatenbildung und stellt ein Symbol für die wachsende Gemeinschaft dar. Insofern hat sie im Foyer des Hauptstaatsarchivs den idealen Platz, denn für die Künstlerin sind die Dokumente im Archiv Zeugnisse der Staatenbildung. Die organischen Formen der Skulptur bilden einen symbolischen Bezug zur menschlichen Gesellschaftsbildung. Das Werk wurde vom Land Baden-Württemberg in Auftrag gegeben und 1971 aufgestellt.

Weiter: 10m in Richtung Staatsgalerie (sichtbar)
Aus urheberrechtlichen Gründen ist es nicht möglich ein Foto des Kunstwerks Zueinander von Eva Zippel zu zeigen.

Bernhard Heiliger: Montana I, 1969

Vor der Württembergischen Landesbibliothek, Konrad-Adenauer-Straße 8

Auf den ersten Blick wirkt die vor der Landesbibliothek platzierte Plastik Montana I von Bernhard Heiliger, als heiße sie die Passanten mit weit ausgebreiteten Armen willkommen. Heiliger verbindet die Plastik mit der Vorstellung einer Bewegung, die trotz ihrer geschlossenen Formgebung ein dynamisches Eigenleben besitzt. Lebendigkeit erhält das Kunstwerk auch durch den Kontrast aus dunkelgrün patinierten und goldglänzend polierten, aus rauen und glatten Flächen. Die Plastik ist mehr als ein Spiel mit ästhetischen Formen; sie ist gebannte Vitalität und räumliche Realität.

Weiter: in Sichtachse, ca. 100m über den Wilhelm-Hoffman-Weg (Steg) Richtung Staatsgalerie

Eine silberne, abstarkte Figur.Vergrößern
Bernhard Heiliger: Montana I, 1969 (Ausschnitt) ©Wolfram Janzer

Per Kirkeby: Ohne Titel, 1986-1987

Haus der Abgeordneten, Komrad-Adenauer-Straße 12-14

Die Skulptur Ohne Titel verbindet ästhetische Einflüsse der Kultur der Maya mit der Backsteinarchitektur dänischer Häuser. Sie gehörte zu den ersten Auftragsarbeiten, mit denen Per Kirkeby Mitte der 1980er Jahre den öffentlichen Raum eroberte. Ziel war es, den Vorplatz des Hauses der Abgeordneten an der Konrad-Adenauer-Straße durch eine Skulptur zu gestalten, die einerseits Präsenz zeigt und sich andererseits wie selbstverständlich in das architektonische Ensemble einfügt. Die geometrische Strenge, der schlichte architektonische Aufbau und die gleichförmige Oberfläche lassen die Skulptur an die Grenze zum Unbeachteten stoßen.


Weiter: ca. 90m, geradeaus (am Haus der Geschichte vorbei)

Ein Backsteinturm.Vergrößern
Per Kirkeby: Ohne Titel, 1986-87 ©Wolfram Janzer

Tony (Anthony) Cragg: Points of View, 2002

Museumsplatz

Als Pendant zur Liebesvase von Friedrich Distelbarth aus dem frühen 19. Jahrhundert steht seit Dezember 2002 Tony Craggs Skulptur Points of View auf dem neuen Museumsplatz zwischen Kammertheater, Staatsgalerie und dem Haus der Geschichte. Ihre Formen lassen, je nach Standpunkt des Betrachters, völlig neue Eindrücke entstehen. Cragg beschreibt das Entstehen der Skulptur als einen Dialog zwischen Material und Künstler. Auch deshalb ist der Standort von Points of View gut gewählt, die Skulptur passt in den Dialog zwischen Kunst und Geschichte, zwischen Haus der Geschichte und Staatsgalerie.


Weiter: 120m geradeaus, am Kammertheater vorbei, Richtung Eingang Neue Staatsgalerie

Schwarze Skulptur auf einem SockelVergrößern
Tony Cragg: Points of View, 2002 ©Wolfram Janzer

Henry Moore: Draped Reclining Woman, 1957-58

Terrasse Eingang Neue Staatsgalerie, Konrad-Adenauer-Straße 30

Die Figur Draped Reclining Woman von Henry Moore greift die Formensprache der Antike auf und wendet sie zur Moderne. Die Liegende besitzt einen Rest an Gegenständlichkeit und abstrahiert noch nicht völlig von dieser, obwohl zum Beispiel der Kopf durchaus abstrakte Züge aufweist. Die Draped Reclining Woman wurde im April 1961 anlässlich der Bundesgartenschau vor dem neu errichteten Landtag aufgestellt und von der Bevölkerung äußerst reserviert aufgenommen. Inzwischen steht sie beim Eingangsbereich der Staatsgalerie.


Weiter: ca. 210m, zur Alten Staatsgalerie, Gebhard-Müller-Platz überqueren (Kunstwerk in Sichtweite)

Eine Frauenskulptur mit Hunde-Kopf.Vergrößern
Henry Moore: Draped Reclining Woman, 1957-58 (aufgestellt 1961) ©Wolfram Janzer

Erich Hauser: 6-87/88, 1987/88

Kernerplatz

Sternförmig treffen Urban-, Kerner-, und Landhausstraße am Kernerplatz aufeinander. Im Zentrum des Platzes steht die Edelstahlplastik 6-87/88 des Künstlers Erich Hauser. Von den Proportionen her fügt sich die Plastik klar in die Platzsituation ein, besticht aber dennoch durch ihre Dynamik. Die Edelstahlplatten nehmen Lichtverhältnisse und Stimmungen der Witterung in verschiedenen Grautönen auf und geben der Plastik den Anschein von immaterieller Leichtigkeit und Dynamik.
Die Plastik besteht aus einzelnen dreiecksförmigen Flächen, je drei davon bilden eine Tetraederform; Form und Größe sind jedoch unterschiedlich.


Eine große Edelstahlskulptur mitten auf einem Kreisverkehr.Vergrößern
Erich Hauser: 6-87/88, 1987/88 ©Wolfram Janzer
 
 

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