Thermische Solarenergienutzung

Seit Herbst 2006 hat die Birkenrealschule in Stuttgart eine thermische Solaranlage. Der Grundgedanke zum Einbau eine Solaranlage war, den Gasheizkessel am Ende der Heizperiode auszuschalten und das benötigte Warmwasser über eine thermische Solaranlage zu erwärmen. In den Sommermonaten hat die Schule einen durchschnittlichen Gasverbrauch con 22.000 kWh, der nur für die Erwärmung bzw. Aufrechterhaltung der Warmwassertemperatur angefallen ist. Der relativ hohe Sommerverbrauch liegt am weit verzweigten Zirkulationsnetz und den weit entfernten Zapfstellen.

Das erstellte Tagesprofil des Warmwasserverbrauchs zeigt, dass dieser in den Abenstunden am höchsten ist. Dies erklärt sich mit der abendlichen Nutzung durch Vereine. Im Schulsport wird kaum geduscht. Die Solaranlage ist so dimensioniert, dass in den Sommermonaten etwa 90% der benötigten Wärme solar erzeugt wird.
Die Nachheizung während Schlechtwetterperioden erfolgt durch eine Elektroheizpatrone. Das hat den Vorteil, dass der Gasheizkessel abgeschaltet bleiben kann und somit die Leitungs- und Kesselverluste vermieden werden.

Der Gesamtwärmeertrag der Solaranlage betrug 2007 ca. 4500 kWh und der Stromverbrauch durch Nachheizung ca. 200 kWh. Betrachtet man nur die erzeugte Wärme und stellt diese unter Annahme der aktuellen Gaspreise den Kosten der elektrischen Nachheizung gegenüber, so wäre die thermische Solaranlage nicht wirtschaftlich.
Der besondere Vorteil der Anlage liegt jedoch in der Tatsache, dass der große Gaskessel außerhalb der Heizperiode abgeschaltet werden kann. Diese Abschaltung spart Kesselverluste und Leitungsverluste.

Die Investitionskosten dieser Anlage lagen bei ca. 18.000 Euro. Bei den damaligen Ernergiepreisen ergab sich eine Kapitalrückflusszeit von ca. 13 Jahren. Wird jedoch eine 5%ige Steigerung der Gaspreise berücksichtigt, so rechnet sich die Anlage bereits nach 10 Jahren.


Thermische SolarlanlageVergrößern
Thermische Solaranlage auf dem Dach der Birkenrealschule. Foto: Stadt Stuttgart
 
 

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