Erdwärmepumpe

Energetische Sanierung im Hans-Rehn-Stift in Stuttgart-Rohr

Aufgrund einer Vereinbarung musste die Altenwohnanlage Hans-Rehn-Stift (Baujahr 1977) umweltfreundlich beheizt werden. Kohle und Öl durften nicht verwendet werden. Deshalb wurden damals zwei Elektrokessel eingebaut.

Nach 30 Jahren sollte das Hans-Rehn-Stift sowohl baulich als auch anlagentechnisch saniert werden. Vor diesem Hintergrund wurden mehrere Varianten zur Erneuerung der Heizzentrale auf Wirtschaftlichkeit, auf Primärenergieverbrauch und auf CO2-Emissionen untersucht.

Letztlich zeigte sich, dass eine Kombination einer Wärmepumpe mit einem Blockheizkraftwerk und einem Niedertemperatur-Gaskessel zur Spitzenlastabdeckung kombiniert mit einer thermischen Solaranlage die höchste Einsparung an Primärenergie erlangt. Die Versorgung der Wärmepumpe erfolgt abhängig von der Außenlufttemperatur entweder durch die Außenluft oder aus dem Erdreich. Die Komponenten der Heizungsanlage laden mehrere Speicher.

Zunächst wurde das Gelände neben dem Seniorenwohnheim mittels einer 190 Meter tiefen Probebohrung geologisch untersucht. Die Länge von weiteren 20 Sonden wurde dann auf 90 Meter Tiefe festgelegt.

Der Umbau erfolgte im Jahr 2008 bei laufendem Betrieb. Durch die Sanierung wurde eine Verringerung des Primärenergieverbrauchs um ca. 25 % im Jahr 2009 erreicht. Die Energiekosten betrugen im Jahr 2009 nur ca. 69 % von den Kosten, die ohne Umbau fällig gewesen wären. Die CO2-Emissionen verringerten sich um 70 %. Für die Zukunft sind weitere Dämmmaßnahmen am Gebäude geplant, um den Energiebedarf des Gebäudes und die CO2- Emissionen weiter zu reduzieren.



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Einbringung der Probesonde. Foto: Stadt Stuttgart
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Einbringung der Probesonde. Foto: Stadt Stuttgart
 
 

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