Frühe Förderung der Familien in Stuttgart

Hier finden Sie Informationen über das  Rahmenkonzept "Frühe Förderung von Familien in Stuttgart". Diese Informationen richten sich hauptsächlich an Fachkräfte.


Stuttgarter Konzept "Frühe Förderung von Familien"

Das  Stuttgarter Konzept  "Frühe Förderung von Familien" wird seit Oktober 2010 realisiert (GRDrs 685/2010) und setzt auf Prävention. Das Ziel: Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung sollen unterstützt und Kindern soll ein höchstmöglicher Schutz gewährt werden.

Im Juni 2015 wurde der 4. Sachstandsbericht ( GRDrs 397/2015) veröffentlicht. Er informiert ausführlich über das Konzept und über die Auswertungsergebnisse.

Das Stuttgarter Konzept zur Frühen Förderung von Familien umfasst folgende Bausteine:
  • Angebote für alle Familien
  • Angebote für Familien mit Unterstützungsbedarf
  • Angebote für Familien in besonders belasteten Lebenssituationen
Ein wesentlicher Ansatz des Stuttgarter Konzeptes ist, den fließenden Übergängen zwischen Normalität, Belastung und gefährdender Entwicklung Rechnung zu tragen. Angebote für Familien mit Unterstützungsbedarf richten sich auch an Familien in besonders belasteten Lebenssituationen. 

Ein Schwerpunkt des Stuttgarter Konzepts ist das Informieren aller Eltern über die Angebote für Familien in Stuttgart und die zeitlich befristeten Entlastungs-/ bzw. Unterstützungsangebote für Familien.

Mit einer kommunalen Vernetzung der Jugendhilfe, Gesundheitshilfe und Gesundheitssystem zur Frühen Förderung von Familien, sollen die vielfältigen Angebote durch die Vernetzungsaktivitäten wirksamer als bislang bei den Familien ankommen.

Bei der Weiterentwicklung des Rahmenkonzeptes Frühe Förderung wird die Perspektive von Familien mit berücksichtigt. An Elternforen Frühe Förderung werden  Wünsche und Einschätzungen von Eltern mit Kindern im Alter von 0-2 Jahren zur Überprüfung eingeholt, inwieweit die vorgehaltenen Angebote Frühe Förderung dem Bedarf von Familien entsprechen.

Die zentralen Ziele des Konzeptes

  • Alle Familien sollen möglichst früh und niedrigschwellig erreicht werden.
  • Es soll vielfältige Unterstützungs- und Hilfeansätze für vielfältige Familienkonstellationen mit unterschiedlichen Herausforderungen und Belastungen geben.
  • Familien in besonders belasteten Lebenssituationen sollen möglichst schon in der Schwangerschaft erreicht werden. Sie brauchen intensive, passgenaue Förderangebote.
  • Frühe Förderung ist eine gesamtstädtische Aufgabe und beinhaltet ein gut kooperierendes Netzwerk zwischen Gesundheitshilfe und Jugendhilfe.
  • Kindern wird ein höchstmöglicher Schutz gewährt.


Willkommensbesuch nach der Geburt

Kinder sind willkommen! Mit diesem Motto begrüßt die Landeshauptstadt Stuttgart seit Oktober 2010 jede Familie mit einem neugeborenen Kind. Mit den Willkommensbesuchen lernen Eltern eine erste wichtige Kontaktperson in ihrem Stadtteil kennen, die ihnen auch für weitere Beratung und Unterstützung zur Verfügung stehen kann. Eltern haben die Möglichkeit, erste Fragen zu Angeboten für Kinder und Familien im Stadtteil zu stellen.

Entlastung und Unterstützung für den Familienalltag kann beim Willkommensbesuch sofort vermittelt werden. Die Besuche durch Mitarbeiter/innen der Beratungszentren für Jugend und Familie finden frühestens 4 Wochen nach der Geburt statt und werden den Eltern schriftlich angekündigt. Sie erfolgen selbstverständlich nur, wenn die Eltern damit einverstanden sind.

Kontakt:

  • Abteilung Jugend und Familie 1 (Jugendamt), +49 711 216-55320
  • Familieninformation (Jugendamt), +49 711 216-91020, familieninfo@stuttgart.de

Kapuzenhandtuch für BabysFoto: Stadt Stuttgart


Elternbegleitbuch mit Informationen und Geschenk

Stuttgart bietet Familien eine Vielzahl von Programmen, Angeboten und Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel Bildungs- und Freizeitangebote, finanzielle Unterstützung oder Beratungsangebote. Das Elternbegleitbuch dient als Orientierungshilfe. Es enthält wichtige Adressen, die für Familien mit Kindern bis zum 6. Lebensjahr nützlich sind und Hinweise, wo Familien weitere Beratung und Unterstützung erhalten können. Im Elternbegleitbuch sind verschiedene Gutscheine und Anregungen integriert.

Der Elternbrief gibt wertvolle Anregungen für die Begleitung des Kindes im Alter von 0-9 Jahren. Für Stuttgarter Eltern ist der Elternbrief kostenfrei. Ein Bestellformular für die Elternbriefe liegt im Elternbegleitbuch. Eine telefonische Bestellung ist hier möglich: +49 711 216-55555.

Dem Elternbegleitbuch liegt ein Gutschein für einen kostenlosen  sechsmonatigen Leseausweis für Eltern von der Stadtbücherei bei. 

Elternbegleitbuch Tasche KapuzenhandtuchElternbegleitbuch. Foto: Stadt Stuttgart/Jugendamt


Familieninformation

Die Familieninformation ist ein Serviceangebot der Stadt Stuttgart. Sie nimmt eine "Lotsenfunktion" ein und informiert über die vielfältigen Angebote für Familien in Stuttgart, von der Freizeitgestaltung bis hin zu Beratung und Hilfe. Um das Richtige für sich herauszufinden, hilft die Familieninformation beim Jugendamt. Sie informiert, welche Angebote es gibt, wo sie stattfinden und für welche Zielgruppe sie geeignet sind. Sie erläutert die Inhalte, kennt Öffnungszeiten und Gebühren.

Die Mitarbeiterinnen der Familieninformation überarbeiten auch jedes Jahr redaktionell das Elternbegleitbuch.

Es gibt tägliche offene Sprechzeiten, zu denen die Familieninformation persönlich, telefonisch oder per Mail erreichbar ist: +49 711 216-91020, familieninfo@stuttgart.de.

Für weitere Informationen zu den Angeboten für werdende Eltern und "junge" Familien mit Kindern von 0-3 Jahren kontaktieren Sie die Familieninformation. Flyer der Familieninformation (PDF).


Familienbildung

Mit den Familienbildungsangeboten soll auch den fließenden Übergängen zwischen Normalität, Belastung und gefährdender Entwicklung Rechnung getragen werden.
  
Mit dem präventiven Angebot der STÄRKE Kurse für Eltern von Kindern im 1. Lebensjahr und mit den "Offenen STÄRKE Treffs" werden alle Eltern eingeladen daran teilzunehmen.

Mit den Rucksack-Kursen an Kitas und Grundschulen, den Elternbildungsangeboten Opstapje und Mirjam und den STÄRKE Angeboten Modul II hat man Familien in besonderen Lebenslagen im Blick.

Landesprogramm STÄRKE
Das Programm hat zum Ziel durch Stärkung der Elternkompetenzen, insbesondere der Erziehungskompetenz, die Kinder zu stärken und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern. Dafür werden Landesmittel vom Land Baden-Württemberg bereit gestellt. Das Programm enthält drei Komponenten:

  • Kurse für Eltern von Kindern im 1. Lebensjahr
  • Offene Treffs
  • Kurse für Eltern in besonderen Lebenssituationen
STÄRKE-Kurse für Eltern von Kindern im 1. Lebensjahr und Offenen STÄRKE-Treffs
Stadtweit werden von Familienbildungsträgern STÄRKE-Kurse für Eltern von Kindern im 1. Lebensjahr angeboten. Eine Übersicht der Kurse ist im STÄRKE-Programm zu finden. Pro Elternteil kann es einen finanziellen Zuschuss von bis zu 100 € für einen Kurs geben, falls Eltern sich in finanziell schwierigen Situationen befinden. Die Offenen STÄRKE-Treffs sind kostenfrei und finden in Stadtteil- und Familienzentren statt. Eine Übersicht der STÄRKE-Angebote finden Sie hier.

STÄRKE-Kurse für Eltern in besonderen Lebenslagen

Für Stuttgart hat das Modul II des Landesprogramms STÄRKE
große Bedeutung, weil hier Familien in besonderen Lebenssituationen zielgerichtet angesprochen werden können. Hierbei handelt es sich um kostenfreie Angebote, die dezentral in Stadtteil- und Familienzentren und Kindertagesstätten von verschiedenen Trägern angeboten werden. Es werden Kurse zur Alltagsbewältigung und Haushalts-Management, spezifische Gruppenangebote für junge Mütter, für Alleinerziehende, für Eltern in Trennung und Scheidung oder Familien Kindern mit Behinderung angeboten. Diese Angebote werden zum Teil mit Hausbesuchen ergänzt. Neben diesen Kursen werden auch Familienbildungswochen und Familienbildungswochenenden für Familien in besonderen Lebenslagen angeboten.

Definition von Besonderer Lebenslage
Familien, unabhängig vom Alter der Kinder, die sich in einer der folgenden besonderen Lebenslagen befinden:
  • Alleinerziehung
  • Frühe Elternschaft (mindestens ein Elternteil unter 18 Jahren)
  • Gewalterfahrung
  • Krankheit (dazu zählt auch Sucht) und Behinderung eines Familienmitglieds
  • Mehrlingsversorgung
  • Migrationshintergrund
  • Pflege- oder Adoptivfamilie
  • prekäre finanzielle Verhältnisse
  • Trennung und Unfall oder Tod eines Familienmitglieds

Kontakt: Jugendhilfeplanung, Jugendamt, Frau Kühnle-Weissflog, Carmen.Kuehnle-Weissflog@stuttgart.de.

Rucksack-Kurs
Der Rucksack-Kurs beinhaltet Sprachförderung für Kinder und Eltern kombiniert mit und Bildungsangeboten für Eltern. Ziel ist es, die Erstsprache von Migrantenkindern und darauf aufbauend den Erwerb einer Zweitsprache zu fördern. Durch die regelmäßigen Gruppentreffen und gemeinsame Freizeitaktivitäten fördert das Programm den Kontakt unter den Familien.

Kontakt: Elternseminar, Jugendamt, +49 711 216-80344 (Sekretariat), Frau Knapp, g.knapp@stuttgart.de.

Opstapje
Kurs für Eltern mit Kinder ab 18 Monaten. Der Kurs Opstapje trägt zur Stärkung im täglichen Erziehungshandeln bei. Welche Bedürfnisse hat mein Kind? Und wie kann ich sie erfüllen? Ziel des Programms Opstapje ist es, die frühkindliche Entwicklung positiv zu begleiten und die Mutter-Kind- bzw. die Vater-Kind-Beziehung durch gemeinsame Aktivitäten zu stärken.

Die Koppelung zwischen dem Vermitteln von Erziehungsinhalten und Hausbesuchen schafft eine individuelle und intensive Begleitung jeder Familie, die am Kurs Opstapje teilnimmt.

Kontakt: Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart West, Frau Gentner, Tel. 0711-5053680, adriane.gentner@eltern-kind-zentrum.de.

Mirjam
Das Projekt richtet sich an benachteiligte und belastete schwangere Frauen und junge Mütter. Die Frauen kommen aus dem gesamten Stuttgarter Stadtgebiet. "Mirjam" startet bereits in der Schwangerschaft und ist insgesamt auf eine 2-jährige Begleitung ausgerichtet. Das Angebot umfasst 14-tägige Gruppenarbeit  (2 Gruppen je 10 Frauen und Kinder) mit Kinderbetreuung sowie ergänzende regelmäßige Hausbesuche und Beratungsangebote.

Kontakt: Sozialdienst katholischer Frauen, Frau Schaadt oder Frau Gruß 0711/ 9256220, marie-therese.schaadt@skf-drs.de, svenja.gruss@skf-drs.


Ehrenamtliche Angebote zur Familienentlastung und -unterstützung

Eine rasche und unkomplizierte Entlastung kann mit den ehrenamtlichen Angeboten erfolgen. Ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen können stundenweise aber auch für einen längeren Zeitraum den Familienalltag entlasten und z.B. bei Behördengängen unterstützen.  Die ehrenamtlichen Angebote ersetzen keine notwendigen professionellen Hilfen. Die Einsätze der Ehrenamtlichen werden von hauptberuflichen Mitarbeiter/-innen koordiniert und fachlich begleitet.

Wellcome

Wellcome wird seit 2009 stadtweit für Familien angeboten, die sich in der ersten Zeit nach der Geburt Unterstützung wünschen oder sich in einer belasteten Situation befinden, (z. B. Familien mit Mehrlingsgeburten, Familien mit Geschwisterkindern oder Mütter, die allein erziehend sind und keine familiäre Unterstützung haben). Die ehrenamtliche Hilfe findet ca. zweimal pro Woche für jeweils zwei bis drei Stunden während der ersten Wochen und Monate nach der Geburt statt. Die Kosten für die Familie betragen, wenn es für sie finanziell zu schultern ist, 5,00€ je Stunde.

Kontakt: Haus der Familie, Frau Sönmez,  0711-220709322, stuttgart@wellcome-online.de


Familienpatenschaften

Mit diesem Angebot kann eine ehrenamtliche Begleitung von Familien in belasteten Situationen nach der Geburt des Kindes über einen längeren Zeitraum (bis zu einem Jahr) ermöglicht werden. Familienpatinnen helfen z.B. bei Behördengängen, gehen mit zum Familienzentrum oder Kinderarzt. Koordinatorinnen vermitteln Familienpaten an Familien, klären davor die Bedarfslage und qualifizieren die Familienpaten.

Kontakt: Sozialdienst katholischer Frauen, Frau Gruß, 0711- 9256220, svenja.gruss@skf-drs.de

Initiave Z (0-3 Jahre)

Eine ehrenamtliche Begleitung für neu zugezogene "junge" Familien ohne Unterstützung durch Verwandte, Freunde oder Bekannte und auch für "junge" Familien mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen.

Ein deutschsprachiger Familienpate kümmert sich ehrenamtlich zwei bis drei Stunden pro Woche um "seine" Familie. Der Pate/ die Patin hilft zum Beispiel bei Behördengängen und Hausaufgaben oder verbringt einfach einen Teil seiner Freizeit mit den Eltern und ihren Kindern. Die Begleitung ist für mindestens 1 Jahr vorgesehen.
Die Vermittlung der Ehrenamtlichen an die Familien verantwortet eine feste Koordinatorin beim Elternseminar mit dem Ziel, eine passende Wahlbeziehung zu initiieren.

Kontakt:  Elternseminar, Jugendamt, Frau Heppner, 0711-216-80335, christine.heppner@stuttgart.de.


Familienunterstützung zeitnah und niedrigschwellig

Auch für diesen Baustein gilt, den fließenden Übergängen von Normalität zu kurzfristiger Überforderung bis hin Mehrfachbelastungen und Risikosituationen Rechnung zu tragen. Im Sinne der Prävention sollen Familien möglichst frühzeitig erreicht werden und die Zugänge niedrigschwellig gestaltet sein. Aktuell stehen 3 Angebote zur Familienunterstützung für Familien in Stuttgart zur Verfügung.

1. Familienunterstützendes Angebot durch Familienhebammen, -kinderkrankenschwestern und -pflege, Jugendamt

Niedergelassene Familienhebammen, Familienkinderkrankenschwestern Familienpflegerinnen sind unterstützend, im Auftrag des Jugendamtes, in Familien tätig. 

Mit den verschiedenen Berufsgruppen im Arbeitsfeld Frühe Förderung ist eine individueller ausgerichtete Unterstützung möglich. Die Familien weisen unterschiedliche Problemlagen auf und brauchen somit auch unterschiedliche Entlastungsangebote.

Familienhebammen, Familienkinderkrankenschwestern oder Familienpflegerinnen kommen zunächst 20 Stunden in die Familie, um Familien in der Anfangszeit zu unterstützen. Bei Bedarf können weitere 20 Stunden, in Absprache mit den Beratungszentren, bewilligt werden.

Der Zugang zum Angebot findet aktuell überwiegend über Beratungszentren, Geburtskliniken, Schwangerenberatung und niedergelassenen Hebammen statt.  Voraussetzung ist, dass die Familie dem Kontakt zustimmt. Aufgrund des Bekanntheitsgrades des Angebotes melden sich immer mehr Eltern direkt für das Angebot.

Kontakt:

2. Familienkinderkrankenschwestern, Gesundheitsamt

Die Familienkinderkrankenschwestern am Gesundheitsamt unterstützen und begleiten Familien, in belasteten und mehrfach belasteten Situationen, insbesondere mit gesundheitlicher, sozialer und wirtschaftlicher Benachteiligung. Dazu gehören Familien mit Gewalterfahrung, Suchtproblematik, psychischer Erkrankung der Eltern, jungen oder minderjährigen Müttern oder in schwieriger sozialer Lage.  Alle Familienkinderkrankenschwestern des Gesundheitsamtes verfügen über die Qualifikation einer "insofern erfahrenen Fachkraft" nach § 8a SGB VIII. Sie kooperieren eng mit dem Jugendamt, Krankenhäusern, Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen und Hebammen, sowie vielen verschiedenen Einrichtungen wie Sozialamt, Frühförderstellen, Suchthilfe, Schwangerschaftsberatungsstellen oder Kindertageseinrichtungen.

Das Angebot richtet sich an Eltern mit Kindern von der Geburt bis zur Einschulung.

Beratung und Betreuung sind kostenlos und erfolgen hauptsächlich über Hausbesuche und telefonische Kontakte. Die Betreuung erfolgt so lange, wie die Familie Bedarf hat.

Kontakt:
Familienkinderkrankenschwestern Gesundheitsamt, +49 711 216-59438, fkks-gesundheitsamt@stuttgart.de

3. Sonnenkinder

Die Besonderheit des Angebotes Sonnenkinder ist die Präsenz in zwei Geburtskliniken, St. Anna Klinik und Marienhospital. Alle Familien erhalten von den Mitarbeiterinnen des Angebotes Sonnenkinder einen Erstbesuch am Wochenbett und bei entsprechenden Bedarfen werden weitere (Beratungs-)Termine vereinbart oder Angebote zur Familienunterstützung vermittelt. Allen Familien wird die Möglichkeit eröffnet, bei weiteren Problemen und Fragen sich auch nach der Entlassung aus der Klinik an die Projektmitarbeiter/innen zu wenden. Ein weiteres Ziel des Angebotes ist die Sensibilisierung und Qualifizierung des Pflegepersonals in den Kliniken für Überforderungssituationen bei Familien.

Kontakt: Caritasverband für Stuttgart e.V., Sonnenkinder, 0711-60170312, info@sonnenkinder-stuttgart.de, www.sonnenkinder-stuttgart.de


Kommunale Vernetzung Frühe Förderung

Als zentral für die praktische Umsetzung der Frühen Förderung in Stuttgart, wird eine enge Vernetzung der verschiedenen Akteure angesehen, die mit (werdenden) Eltern in Kontakt sind. Hier setzt das Konzept eines Kommunalen Netzwerks Frühe Förderung für Familien in Stuttgart an. Zur Umsetzung dieses Konzepts der Frühen Förderung in Stuttgart werden gut koordinierte regionale Netzwerke als auch ein zentrales Netzwerk benötigt.

Das Leitziel für die Vernetzung Frühe Förderung ist, dass die vielfältigen Angebote durch die Vernetzungsaktivitäten wirksamer als bislang bei den Familien ankommen.

Anforderungen dafür sind:

  • "Werdende" Eltern werden früh erreicht und über die vielfältigen Angebote zur Frühen Förderung von Familien informiert.
  • Ermöglichung eines schnellen und unbürokratischen Zugangs zu den Angeboten
  • Familien finden bedarfsgerechte, passgenaue und wohnortnahe Angebote vor
Zum Erreichen der Ziele ist eine Vernetzung der Akteure Frühe Förderung, die mit Familien in dieser frühen Phase in Kontakt sind notwendig. (insbesondere das Gesundheitssystem und die Angebotsträger der Frühen Förderung).

Durch eine Vernetzung der Akteure
  • wird Transparenz über die Angebote hergestellt
  • werden Ansprechpartner in den jeweiligen Systemen bekannt
  • ist eine schnellere Vermittlung der Angebote möglich
  • werden gute Kommunikationsstrukturen geschaffen
  • wird eine interdisziplinäre Klärung und Entwicklung von Verfahrenswegen und Kooperationen sowie von strukturellen Fragen der Angebotsgestaltung und -entwicklung begünstigt.


Evaluation des Konzeptes

Partizipation der Eltern am Rahmenkonzept Frühe Förderung:

Zur Durchführung der Evaluation wurde das Konzept der
Elternforen Frühe Förderung entwickelt. In den Elternforen fand ein direkter Austausch mit den Eltern statt, ergänzt wurde diese Befragungsmethode durch eine Fragebogenerhebung.
Mit der Evaluation der Frühen Förderung wird/wurde das Ziel
verfolgt, die Perspektive von Eltern mit Kindern von 0-2 Jahren für weitere Planungsschritte zur Verbesserung einer bedarfsorientierten Weiterentwicklung des Gesamtsystems der Frühen Förderung in Stuttgart zu berücksichtigen. Zudem steht zentral die Frage im Vordergrund, inwieweit die vorgehaltenen Angebote tatsächlich dem Bedarf der Familien entsprechen.

Damit wird die Passung von Bedarf und Angebot nicht nur alleine aus Sicht der Fachkräfte bewertet.

Durch die systematische Befragung der Familien kann ein Eindruck gewonnen werden, wie Familien selbst das verfügbare Angebot an Information, Bildungsangeboten, Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für werdende Eltern und Familien einschätzen und welche Entwicklungsbedarfe es aus ihrer Sicht gibt.

Darüber hinaus wird mit der Befragung die Partizipation der Eltern als Bürger/-innen gestärkt werden.

Unsere Vorgehensweise:

Eltern mit Kindern von 0-2 Jahren wurden in vier Bereichen Stuttgarts vom Jugendamt zu einem Austausch eingeladen. Mit der Begrenzung des Alters wurde die Aufmerksamkeit auf den Anfang des familiären Miteinanders mit dem Neugeborenen gelegt, was dem Kernanliegen der Frühen Förderung in Stuttgart entspricht. Für die Durchführung wurden vier unterschiedlich strukturierte Bereiche in Stuttgart ausgewählt: S-Ost, S-West, Obere Neckarvororte und Weilimdorf/ Feuerbach.

Gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ism) bereitete das Jugendamt (Jugendhilfeplanung und zentrale Koordination Frühe Förderung in Abstimmung mit der jugendamtsinternen Steuerungsrunde Frühe Förderung von Familien) die Inhalte der Elternbefragung vor.

Für die Elternbefragung wurden 2 Zugänge gewählt:
- ein Fragebogen
- eine Einladung für einen persönlichen Austausch, das Elternforum

Alle Eltern von Kindern im Alter von 0-2 Jahren erhielten in den vier Bereichen eine Einladung zur Teilnahme an einem Elternforum Frühe Förderung von Familien in Stuttgart. Mit der Einladung wurde ein Fragebogen verschickt, mit der Bitte diesen zurück zu schicken, falls eine Teilnahme am Elternforum nicht möglich sein sollte. Daneben wurden Multiplikator/-innen (Elternseminar und Kita) über das Vorhaben informiert und um Unterstützung gebeten, Familien auf das Vorhaben anzusprechen und persönlich an der Teilnahme einzuladen. Als Veranstaltungsorte für die Elternforen wurden bekannte, zentrale Räume im Gemeinwesen gewählt. Bei jedem Elternforum wurde Kinderbetreuung und Bewirtung angeboten.

Die Evaluation Frühe Förderung finden Sie hier.


Willkommensfrühstück für werdende Eltern in den Stadtbezirken

Das Willkommensfrühstück für werdende Eltern und
Eltern nach der Geburt des Kindes, ist ein Angebot im
Rahmen des Stuttgarter Konzeptes zur Frühen Förderung
von Familien. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Flyer:


Geburtskliniken in Stuttgart

Beratung für werdende Eltern in Stuttgarter Geburtskliniken mit der Möglichkeit einer Familienunterstützung für die Zeit nach dem Aufenthalt in der Geburtsklinik.

 
 

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